14. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Angriff auf Frau und vier Kinder: Tatverdächtiger in U-Haft

Nach dem Messerangriff auf eine Familie in Nordrhein-Westfalen kommt der Tatverdächtige in U-Haft. Die Mutter und zwei Kinder werden weiter auf Intensivstationen behandelt.

Am frühen Samstagmorgen rückten Einsatzkräfte wegen eines Messerangriffs aus - die Opfer kämpfen weiterhin mit den Folgen.

Nach dem Messerangriff auf eine Frau und ihre vier Kinder im nordrhein-westfälischen Bergkamen ist der Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Das Amtsgericht Kamen erließ am Nachmittag Haftbefehl gegen den 20-jährigen Deutschen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ihm wird demnach versuchter Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in fünf Fällen vorgeworfen.

Bei dem Messerangriff waren die Mutter und ihre vier Kinder schwerst verletzt worden. Früheren Angaben zufolge soll ein achtjähriges Mädchen 15 bis 20 Stich- und Schnittverletzungen am gesamten Körper und am Kopf erlitten haben.

Schwer verletztes Mädchen «sehr traumatisiert» 

Die 26-Jährige und die beiden ältesten Kinder - acht und sieben Jahre alt - wurden zuletzt noch auf Intensivstationen behandelt, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit Kenntnisstand vom Mittag mitgeteilt hatte. Die achtjährige Tochter sei «sehr traumatisiert» und habe starke Schmerzen, so die Sprecherin. Lebensgefahr bestehe für die Verletzten aber nicht. Die beiden jüngsten Kinder - drei und fünf Jahre alt - seien nicht auf Intensivstationen untergebracht.

Der 20-jährige Tatverdächtige - mutmaßlich ein Bekannter der Mutter - soll die Familie am frühen Samstagmorgen in der Wohnung der Frau attackiert haben. Das Motiv ist weiterhin unklar. Die Zusammenhänge lägen «völlig im Dunkeln», hatte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärt.

Großfahndung nach Tatverdächtigem

Nach dem Angriff floh der Tatverdächtige nach Angaben der Ermittler vom Tatort. Die Polizei leitete eine große Fahndung ein und veröffentlichte unter anderem Fotos von ihm. Sie bat die Bevölkerung um Mithilfe und warnte davor, den 20-Jährigen eigenmächtig anzusprechen. Stattdessen sollte man den Notruf wählen.

Nach mehreren Stunden der Suche wurde der 20-Jährige schließlich an seiner Wohnanschrift entdeckt und festgenommen. Dort soll er sich in einem Keller versteckt haben. Die Polizei nahm ihren öffentlichen Fahndungsaufruf nach dem 20-Jährigen wieder zurück.


Bildnachweis: © Markus Wüllner/Video-Line TV- und Videoproduktion /dpa
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