11. April 2026 / Aus aller Welt

Mordkommission ermittelt nach Fund eines menschlichen Kopfes

Einen grausigen Fund machen am Samstag Müllsammler in einem Waldstück im Sauerland. Ermittelt wird in alle Richtungen - auch ein Zusammenhang mit einem Verbrechen aus dem Herbst steht im Raum.

Den grausigen Fund machten Müllsammler am Samstag.

Ein menschlicher Kopf wurde bei einer Müllsammelaktion in einem Waldstück in Wenden im Kreis Olpe gefunden. Eine Mordkommission habe die Ermittlungen nach dem Fund unweit der A4 aufgenommen, wie die Staatsanwaltschaft Siegen und die Polizei Hagen gemeinsam mitteilten. Ermittelt werde in alle Richtungen. 

So werde auch geprüft, ob es sich um den Schädel der 32-jährigen Eritreerin handelt, deren Hände bereits im November auf der A45 bei Olpe und deren Körper kurze Zeit später in einem Waldstück in Monreal in Rheinland-Pfalz gefunden worden waren.

Die Ermittlungen dauerten nach dem Fund am Samstagmittag zunächst an, weitere Einzelheiten und Hintergründe wurden nicht genannt. Auch zur Auffindesituation des Kopfes gab es keine weiteren Details. 

Funde von Leichenteilen im November

Der Fall, zu dem nun unter anderem ein Zusammenhang geprüft wird, hatte Ende 2025 für Bestürzung gesorgt. Nicht weit vom Fundort vom Samstag waren Mitte November die abgetrennten Frauenhände auf der Autobahn gefunden worden. Durch die Fingerabdrücke hatten die Ermittler sie der 32-jährigen Frau zuordnen können. 

Sie hatte zuletzt in einem Flüchtlingsheim in Bonn gelebt. Ihr drei Monate altes Baby war unverletzt vor einem Kloster im hessischen Waldsolms gefunden worden. Die Leiche war dann Anfang Dezember in einem Wald in Monreal (Rheinland-Pfalz) entdeckt worden. An dem Leichnam fehlten die Hände - und auch der Kopf.

Lebensgefährte in U-Haft

Seit gut zwei Monaten sitzt der damals 41 Jahre alte Lebensgefährte des Opfers in Deutschland in Untersuchungshaft. Aufgrund der bisherigen Ermittlungsergebnisse habe sich ein dringender Tatverdacht gegen den Mann ergeben, hatten die Ermittlungsbehörden mitgeteilt, ohne weitere Angaben zu machen.

Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Bonn wurde der Mann von Äthiopien ausgeliefert. Zuvor waren Ermittler der Mordkommission und der Staatsanwaltschaft nach Afrika gereist, um den Tatverdächtigen nach Deutschland zu bringen. 

Er wurde Anfang Februar einem Haftrichter in Bonn vorgeführt. Der schickte ihn wegen des Verdachts auf Totschlag in U-Haft. Zu den Vorwürfen hatte der Mann sich zunächst nicht geäußert. 

Unklar blieb bislang, wo die Frau getötet wurde, die am 16. November 2025 ihre Unterkunft in Bonn verlassen hatte.


Bildnachweis: © Berthold Stamm/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Langjähriger Chefarzt Dr. Ulrich Peitz verabschiedet – Prof. Dr. Dirk Domagk übernimmt
Personalien

Wechsel an der Führungsspitze der Gastroenterologie des Clemenshospitals

weiterlesen...
Hansemahl: Kaufleute und Oberbürgermeister servieren Schnittchen
Genuss & Lifestyle

Münster Marketing und die Initiative Starke Innenstadt laden am 2. Mai auf den Prinzipalmarkt ein / Führungen zu Münsters Hansegeschichte

weiterlesen...
Zartmann spielt am Eröffnungsabend von "Münster Mittendrin"
Kunst & Kultur

Vorverkauf für das Konzert auf dem Domplatz ab 24. April / Zimmer90 und Aaron ebenfalls dabei

weiterlesen...

Neueste Artikel

130 sexualisierte Straftaten - Kinderarzt angeklagt
Aus aller Welt

Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.

weiterlesen...
Zwei Jahre Haft für Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod
Aus aller Welt

2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins Gefängnis.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

130 sexualisierte Straftaten - Kinderarzt angeklagt
Aus aller Welt

Ein Kinderarzt in Brandenburg ist wegen 130 Fällen sexualisierter Straftaten angeklagt. Viele Taten sollen während seiner Dienstzeit im Krankenhaus geschehen sein.

weiterlesen...
Zwei Jahre Haft für Drogenlieferant nach Matthew Perrys Tod
Aus aller Welt

2023 starb «Friends»-Star Matthew Perry an einer Ketamin-Überdosis. Es gab mehrere Drogenlieferanten - ein weiterer muss nun ins Gefängnis.

weiterlesen...