Die italienische Finanzpolizei hat bei einer großangelegten Aktion gegen illegales Streaming mehr als 100 Durchsuchungen durchgeführt und etwa Tausend Nutzer sogenannter Piraten-Abos ins Visier genommen. Betroffen sind laut Finanzpolizei unter anderem illegale Zugänge zu kostenpflichtigen Angeboten von mehreren bekannten Streaminganbietern. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft von Bologna nutzten die Betreiber eine neuartige Technik, bei der Kunden eine bestimmte App installierten. Diese verband die Geräte mit ausländischen Servern, um verschlüsselte Inhalte freizuschalten und Sicherheitskontrollen der Plattformen zu umgehen. Die Ermittler sprechen von einem hochentwickelten System, das Zahlungen häufig über Kryptowährungen oder ausländische Konten abwickelte. Mehr als 70 mutmaßliche Verkäufer sollen Abos für 40 bis 130 Euro angeboten haben. Die Behörden schätzen den wirtschaftlichen Schaden für die betroffenen Unternehmen auf rund 300 Millionen Euro. Bei den Durchsuchungen konnten die Einsatzkräfte Beweismaterial in beträchtlicher Menge beschlagnahmen. Man erhofft sich davon weitere Hinweise. Gegen die ersten 1.000 identifizierten Nutzer sollen nun Geldstrafen von bis zu 5.000 Euro verhängt werden.
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Italienische Polizei zerschlägt Streaming-Piraterie-Ring
Kryptozahlungen, geheime Apps und 300 Millionen Euro Schaden: Die italienische Polizei greift bei Streaming-Piraten mit Durchsuchungen und Beschlagnahmungen durch.
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