13. April 2025 / Aus aller Welt

Gene beeinflussen Musikgenuss

Forscher aus den Nijmegen und Frankfurt haben untersucht, wie genetische und umweltbedingte Faktoren unsere Freude an Musik beeinflussen. Dafür wurden Daten von Zwillingen genutzt.

Musik spielt eine wichtige Rolle für menschliche Emotionen, berichten die Forscher. (Symbolbild)

Warum genießen manche Menschen Musik mehr als andere? Teilweise ist das angeboren, wie Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen und für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main herausgefunden haben.

Um das herauszufinden, verwendete das Team ein Forschungsdesign, bei dem die Ähnlichkeit zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen verglichen wird: In Zusammenarbeit mit dem Karolinska-Institut in Schweden konnten die Forscher Daten von mehr als 9.000 Zwillingen nutzen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin «Nature Communications» veröffentlicht. 

Die Ergebnisse zeichneten «ein komplexes Bild», berichtet Mitautorin Miriam Mosing vom Frankfurter Max-Planck-Institut. «Sie zeigen, dass unsere Freude an Musik nicht ausschließlich von unseren Fähigkeiten abhängt, musikalische Klänge wahrzunehmen oder generell Freude zu empfinden. Vielmehr scheint es, als gäbe es spezifische genetische und umweltbedingte Faktoren, die Einfluss auf unser musikalisches Empfinden haben.»

Darüber hinaus entdeckten die Forscher, dass verschiedene Facetten des Musikgenusses durch unterschiedliche Gene mitbeeinflusst werden - zum Beispiel die Regulation von Emotionen, das Tanzen im Takt oder das Musizieren mit anderen.


Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Flaniermeile auf der Hafensüdseite: Zweiter Bauabschnitt startet am 13. April
Genuss & Lifestyle

Umgestaltung sieht Sitzbänke, Natursteinpflaster und Schiffsmasten-Beleuchtung vor

weiterlesen...

Neueste Artikel

Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht
Aus aller Welt

Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.

weiterlesen...
Fernglas statt Handy: Warum die Gen Z jetzt Birden geht
Aus aller Welt

Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht
Aus aller Welt

Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.

weiterlesen...
Fernglas statt Handy: Warum die Gen Z jetzt Birden geht
Aus aller Welt

Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.

weiterlesen...