Warum genießen manche Menschen Musik mehr als andere? Teilweise ist das angeboren, wie Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Psycholinguistik im niederländischen Nijmegen und für empirische Ästhetik (MPIEA) in Frankfurt am Main herausgefunden haben. Um das herauszufinden, verwendete das Team ein Forschungsdesign, bei dem die Ähnlichkeit zwischen eineiigen und zweieiigen Zwillingen verglichen wird: In Zusammenarbeit mit dem Karolinska-Institut in Schweden konnten die Forscher Daten von mehr als 9.000 Zwillingen nutzen. Die Ergebnisse wurden im Fachmagazin «Nature Communications» veröffentlicht. Die Ergebnisse zeichneten «ein komplexes Bild», berichtet Mitautorin Miriam Mosing vom Frankfurter Max-Planck-Institut. «Sie zeigen, dass unsere Freude an Musik nicht ausschließlich von unseren Fähigkeiten abhängt, musikalische Klänge wahrzunehmen oder generell Freude zu empfinden. Vielmehr scheint es, als gäbe es spezifische genetische und umweltbedingte Faktoren, die Einfluss auf unser musikalisches Empfinden haben.» Darüber hinaus entdeckten die Forscher, dass verschiedene Facetten des Musikgenusses durch unterschiedliche Gene mitbeeinflusst werden - zum Beispiel die Regulation von Emotionen, das Tanzen im Takt oder das Musizieren mit anderen.
Bildnachweis: © Boris Roessler/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Gene beeinflussen Musikgenuss
Forscher aus den Nijmegen und Frankfurt haben untersucht, wie genetische und umweltbedingte Faktoren unsere Freude an Musik beeinflussen. Dafür wurden Daten von Zwillingen genutzt.
Meistgelesene Artikel
- 12. April 2026
Raphaelsklinik: Moderne Ansätze in der Schmerztherapie
Dein Münster informiert
- 13. April 2026
Gefährliche Körperverletzung am Buddenturm
Polizei Münster sucht Zeugen
Umgestaltung sieht Sitzbänke, Natursteinpflaster und Schiffsmasten-Beleuchtung vor
Neueste Artikel
Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.
Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Schon im Mai sind Deutschlands Ressourcen für 2026 rechnerisch verbraucht. Der Kern des Problems: Deutschland setzt immer noch zu viel auf Öl, Gas und Kohle, wie Umweltverbände kritisieren.
Zehn Jugendliche treffen sich an einem Sonntagnachmittag. 3,5 Stunden lang wird fast niemand aufs Handy schauen. Sie beobachten Vögel. Wie Teenager ein Hobby mit Alt-Herren-Image für sich erobern.












