Umweltkrisen sind nach Ansicht eines Beratergremiums der Bundesregierung eine zunehmende Gefahr für die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger. In Europa seien etwa 15 Prozent der Todesfälle auf umweltbedingte Risikofaktoren zurückzuführen, hieß es in einem veröffentlichten Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU). Eine besonders große Bedeutung für die Gesundheit habe die Belastung der Luft mit Schadstoffen, insbesondere mit Feinstaub. «Feinstaub trägt zu Atemwegserkrankungen bei und kann auch andere Organe und Organsysteme wie das Herz-Kreislauf-System beeinträchtigen», schreiben die Expertinnen und Experten. «Ein besonderes Augenmerk liegt auf den kleinsten Partikeln, dem Ultrafeinstaub. Dieser kann besonders tief in den menschlichen Körper eindringen und unterschiedliche negative Wirkungen auf die Gesundheit verursachen.» Bislang gebe es keinen gesonderten Grenzwert für Ultrafeinstäube. Größte Verursacher dieser Feinstaubbelastungen seien der Verkehr sowie Verbrennungsprozesse in der Industrie und den Haushalten. Besonders gefährdet zu erkranken sind dem Beratergremium zufolge sozial benachteiligte Menschen. Sie seien überdurchschnittlich oft Lärm und Luftschadstoffen ausgesetzt, die vom Straßenverkehr verursacht werden. «Die Kommunen sollten diese Quartiere gezielt entlasten», sagte Ratsmitglied Wolfgang Köck. «Gesundheitsbezogener Umweltschutz in der städtischen Planung benötigt eine aktivere Mitwirkung der Gesundheitsämter und eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit sowie finanzielle Unterstützung durch Bund und Länder.»
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Expertenrat: Umweltkrisen gefährden die Gesundheit
15 Prozent der Todesfälle in Europa sind auf umweltbedingte Risikofaktoren zurückzuführen. Ein Risikofaktor sticht dabei besonders heraus.
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