3. April 2024 / Aus aller Welt

Dürre: Simbabwe erklärt Katastrophenzustand

Das aktuelle Wetterphänomen El Niño gehört nach Angaben von Wetterexperten zu den fünf stärksten, die über Jahrzehnte verzeichnet wurden. Das bekommen mehrere Länder im südlichen Afrika zu spüren.

Eine Frau trägt einen Sack mit Maismehl, den sie in einem Verteilungszentrum des Welternährungsprogramms erhalten hat: Im südlichen Afrika wurde der Notstand ausgerufen.

Simbabwes Präsident Emmerson Mnangagwa hat aufgrund anhaltender Dürre in dem Land im südlichen Afrika den Katastrophenzustand ausgerufen. Aufgrund einer Trockenperiode, die durch das Klimaphänomen El Niño verursacht wurde, hätten Landwirte nur etwas mehr als die Hälfte der geplanten Getreideernte einfahren können, sagte Mnangagwa während einer Pressekonferenz in der Hauptstadt Harare.

In rund 80 Prozent des Landes seien weitaus geringere Niederschläge als üblich verzeichnet worden. Die Regierung benötige daher finanzielle Hilfsmittel in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar, um Hunger in dem 17 Millionen-Einwohner-Land abzuwenden, so der Präsident.

Auch die Nachbarländer Sambia und Malawi haben wegen El Niño - ein in unregelmäßigen Abständen auftretendes Wetterphänomen im äquatorialen Pazifik - bereits den Katastrophenzustand erklärt. Laut dem UN-Kinderhilfswerk Unicef sind derzeit neun Millionen Menschen in Malawi und sechs Millionen Einwohner in Sambia betroffen.

Zudem leiden auch in Mosambik, Botsuana und Angola bereits Zehntausende unter der Dürre. Der aktuelle El Niño gehört nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) zu den fünf stärksten, die über mehrere Jahrzehnte verzeichnet wurden. Die Region erlebte nach Angaben des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) den «trockensten Februar seit 40 Jahren». Etwa 70 Prozent der Bevölkerung im südlichen Afrika sind laut WFP auf die Landwirtschaft als Lebensgrundlage angewiesen. Auf der südlichen Erdhalbkugel ist jetzt Herbst. 


Bildnachweis: © Kenneth Jali/AP/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Blindgängerverdacht am Schlossplatz
Allgemein

Freilegung am 24. Januar geplant

weiterlesen...
Genuss & Lifestyle

Neue Musikshow im LWL-Planetarium

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kulturticket KULTICK startet am 17. Februar
Kunst & Kultur

Allgemeinbildende Schulen geben die Kulturkarte an alle Kinder und Jugendlichen aus

weiterlesen...
Mehrere Tote bei Kaufhaus-Explosion in Taiwan
Aus aller Welt

Es ist Vormittag, als ein gewaltiger Knall ein Kaufhaus in der taiwanischen Stadt Taichung erschüttert. Die Straßen sind gesäumt von Trümmerteilen. Was ist passiert?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Mehrere Tote bei Kaufhaus-Explosion in Taiwan
Aus aller Welt

Es ist Vormittag, als ein gewaltiger Knall ein Kaufhaus in der taiwanischen Stadt Taichung erschüttert. Die Straßen sind gesäumt von Trümmerteilen. Was ist passiert?

weiterlesen...
Auf Felsnadel gefangen: Kletterer von «Totem Pole» gerettet
Aus aller Welt

Vom Ozean umspült lockt der «Totem Pole» in Tasmanien Gipfelstürmer aus aller Welt. Die Felsnadel ist atemberaubend, kann aber bei Wind tückisch werden. Zwei Kletterer saßen fest - ganz weit oben.

weiterlesen...