17. Februar 2025 / Aus aller Welt

Bürgermeister erschüttert nach tödlichem Polizeieinsatz

Ein polizeibekannter Mann bedroht nahe Freiburg seine Partnerin und das gemeinsame Kind mit einer Waffe. Polizisten stoppen den Angreifer - und verletzen ihn tödlich.

Markierungen der Kriminaltechnik am Tatort in Eichstetten am Kaiserstuhl.
Veröffentlicht am 17. Februar 2025 um 12:05 Uhr

Der Bürgermeister von Eichstetten am Kaiserstuhl nahe Freiburg hat sich nach dem tödlichen Polizeieinsatz entsetzt gezeigt. «Das ist schon erschütternd», sagte Michael Bruder (CDU). «Da ist schon eine tiefe Betroffenheit. Wir sind ein kleiner Ort am Kaiserstuhl, so eine Tat direkt auf der Straße.» Er sei froh, dass es der Frau und dem Kind sowie den Polizisten gut gehe und auch sonst keine Bürgerin oder Bürger betroffen seien.

Polizisten hatten am Sonntagabend auf einen Mann geschossen, nachdem er seine Lebensgefährtin und das gemeinsame Kind geschlagen und mit einer Schrotflinte bedroht hatte, wie die Ermittlungsbehörden mitteilten. Der 48-Jährige sei nach einer Notoperation im Krankenhaus gestorben. 

Das Motiv des Mannes aus dem knapp 3.800 Einwohner-Dorf bezeichneten die Ermittlungsbehörden zunächst als «völlig unklar». Die Ermittler äußerten sich zunächst auch nicht zur Nationalität des laut Mitteilung polizeibekannten Mannes. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen wegen des tödlichen Schusswaffengebrauchs auf, wie eine Sprecherin bestätigte. 

Bürgermeister Bruder kennt die Familie nach eigenen Angaben nicht. Sie sei erst vor ein, zwei Jahren in das Weindorf gezogen, sagte der 58-Jährige. Sollten die Frau und das Kind Hilfe bei einer Unterbringung benötigen, stünde die Gemeinde für Unterstützung bereit. Eine solche Anfrage gebe es aber bisher nicht.


Bildnachweis: © Philipp von Ditfurth/dpa
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