Die großen Brände in Griechenland sind am Freitag nach insgesamt zehn Tagen vorerst unter Kontrolle gebracht oder gelöscht worden. Der zuständige Minister allerdings trat zurück. In Italiens Süden lodern immer noch Wald- und Flächenbrände, unter anderem auf Sizilien und in Apulien. Auch die Türkei war von Feuer betroffen: Der Großbrand in der Nähe der Küstenstadt Antalya konnte jedoch am Freitag nach vier Tagen unter Kontrolle gebracht werden. Angesichts der Hitze in Südeuropa, der vielen Brände und auch Unwetter, äußerte sich Papst Franziskus zum Thema Klimawandel. Die Wetterereignisse machten deutlich, dass «es notwendig ist, mutige und weitsichtige Anstrengungen zu unternehmen, um der Herausforderung des Klimawandels zu begegnen», hieß es in einem Telegramm des Oberhauptes der katholischen Kirche an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen von Griechenland und Italien. Er sei zutiefst besorgt über die Bedrohung von Menschenleben sowie die Schäden, die die Brände in Griechenland und Italien entstehen ließen und bete für alle Rettungs- und Einsatzkräfte, hieß es. In Griechenland zog Bürgerschutzminister Notis Mitarakis die Konsequenzen aus den schweren Bränden in verschiedenen Teilen des Landes und reichte seinen Rücktritt ein. Zuvor war es der griechischen Feuerwehr teils bis zu zehn Tage lang nicht gelungen, die zahlreichen Wald- und Buschbrände im Land zu löschen - unter anderem auf der stark betroffenen Insel Rhodos, wo vergangenes Wochenende rund 19.000 Touristen vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden mussten. Hinzu kam, dass Mitarakis sich während der schweren Brände im Urlaub auf einer griechischen Insel befand, wie die Zeitung «Kathimerini» berichtete. Ein dramatischer Höhepunkt der Brände in Griechenland war am Donnerstag der Brand im mittelgriechischen Nea Anchialos, der zu Explosionen in einem Munitionslager führte. Ein Radius von drei Kilometern musste evakuiert werden, bevor der Brand am Abend gelöscht werden konnte. Im Süden Italiens lodern die Wald- und Flächenbrände derweil weiter. Neben der großen Mittelmeerinsel Sizilien ist erneut die Adria-Region Apulien betroffen. In der Provinz Lecce im Salento im Süden der Region erreichte ein Brand am Donnerstagabend einige Häuser und näherte sich bedrohlich der Küste. Zwischenzeitlich mussten Ferienwohnungen evakuiert werden und in den sozialen Medien kursierten Videos, wie Menschen vom Strand der Gemeinde Ugento vor den sich nähernden Flammen flohen. Der Brand sei aber nun unter Kontrolle in ihren Unterkünften, hieß es bei der Feuerwehr. Ein Waldbrand in einem ländlichen Gebiet nahe der türkischen Küstenstadt Antalya konnte nach vier Tagen ebenfalls unter Kontrolle gebracht werden. Das Feuer habe eine Fläche von rund 300 Hektar zerstört, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Freitag mit. Mehr als 20 Löschflugzeuge waren im Einsatz, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Die Türkei hat mit einer Hitzewelle zu kämpfen. Die Behörden warnen vor hoher Waldbrandgefahr.Der griechische Bürgerschutzminister war im Urlaub
Viele Brände im Süden Italiens
Hitzewelle in der Türkei
Bildnachweis: © Tatiana Bolari/Eurokinissi/AP/dpa
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Südeuropa: Viele Brände unter Kontrolle
Die meisten Brände in Italien, Griechenland und der Türkei sind derzeit unter Kontrolle, doch Entwarnung gibt es nicht. Der Papst appelliert für «mutige Anstrengungen» beim Klimaschutz.
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