Das belgische Königspaar hat zum Abschluss seines Deutschland-Besuches Dresden beehrt. Die Visite von König Philippe und Königin Mathilde umfasste bei nasskaltem Wetter zwei Seiten der Elbmetropole - die Halbleiterindustrie im Norden der Stadt und das barocke Flair auf der anderen Seite der Elbe mit Sempergalerie, Theaterplatz und Frauenkirche. Zunächst informierten sich die Gäste aus Belgien beim Unternehmen X-Fab über die Mikroelektronik im Silicon Saxony. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hob dabei die Bedeutung Belgiens für die Branche in Europa hervor. «Ohne Belgien, ohne Imec würde es in Europa keine Mikroelektronik geben», sagte er. Hinter Imec verbirgt sich ein Forschungszentrum für Nano- und Mikroelektronik im belgischen Löwen. Die Mikroelektronik sei ein Beispiel dafür, dass man zusammenarbeiten müsse, sagte Kretschmer. «Es gibt kein Land auf der Welt, das den kompletten Produktionszyklus eines Mikrochips abbilden kann. Man braucht die internationale Vernetzung, man braucht den Austausch.» Ähnlich äußerte sich Hilde Crevits, Vize-Ministerpräsidentin der Region Flandern. Mikroelektronik werde auf dem geopolitischen Schlachtfeld immer wichtiger. Eine moderne Welt ohne sie sei nicht vorstellbar. «Deshalb muss Europa dafür sorgen, dass es nicht hinter den anderen großen Machtblöcken zurückbleibt.» Im Anschluss trugen sich die Gäste im Blockhaus - das nach mehrjährigem Umbau erst im September als «Archiv der Avantgarden» wiedereröffnet worden war - genau wie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender in das Gästebuch des Freistaates Sachsen ein. Zum Mittagessen wurden unter anderem Ochsenbäckchen aufgetischt. Zu Fuß ging es dann über die Augustusbrücke in die Gemäldegalerie Alte Meister. Dort standen vor allem die Werke italienischer, niederländischer und flämischer Künstler im Fokus. Die Gemäldegalerie besitzt auch bedeutende Bilder des flämischen Barockmalers Peter Paul Rubens (1577-1640) und des niederländischen Meisters Rembrandt van Rijn (1606-1669). Ein Besuch in der Frauenkirche und ein Bummel über den Weihnachtsmarkt an dem Gotteshaus rundeten den Besuch ab. Auf dem historischen Weihnachtsmarkt trank das Königspaar einen Becher Glühwein und ließ sich Rosinenstollen schmecken. Zahlreiche Schaulustige hatten sich auf dem Weg zur Frauenkirche versammelt - darunter auch einige Belgier. König Philippe und Königin Mathilde schüttelten Hände und nahmen sich Zeit für einen kurzen Austausch.Besuch beim Unternehmen X-Fab
Ochsenbäckchen zum Abendessen
Besuch auf dem Weihnachtsmarkt
Bildnachweis: © Sebastian Kahnert/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Belgisches Königspaar besucht Dresden
Dresden kann mit Hightech und alter Kunst gleichermaßen punkten. Deshalb steht die frühere Residenzstadt auch gern bei Staatsgästen auf der Besuchsliste. Jetzt gab es erneut königlichen Besuch.
Meistgelesene Artikel
- 18. November 2025
Musik, Talk und jede Menge Kohle
Adam Riese empfängt Reinhold Beckmann, Corinna Bilke und Adolf Winkelmann
- 20. November 2025
17 Meter hohe Weihnachtstanne schmückt den Prinzipalmarkt
65 Jahre alter Baum der Familie Israel kam per Tieflader aus Hiltrup in die Innenstadt
- 17. November 2025
Ausstellung "Vor 50 Jahren – Münster 1975" endet am 23. November
Dein Münster informiert
Neueste Artikel
- 15. Dezember 2025
Zimt, Vanille, Tanne – wieso Düfte an Weihnachten erinnern
Warum versetzen uns bestimmte Düfte in Weihnachtsstimmung? Ein Experte erläutert, wie Erinnerungen und Traditionen dabei zusammenspielen.
- 14. Dezember 2025
Angriff auf Frau und vier Kinder: Tatverdächtiger in U-Haft
Nach dem Messerangriff auf eine Familie in Nordrhein-Westfalen kommt der Tatverdächtige in U-Haft. Die Mutter und zwei Kinder werden weiter auf Intensivstationen behandelt.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Dezember 2025
Zimt, Vanille, Tanne – wieso Düfte an Weihnachten erinnern
Warum versetzen uns bestimmte Düfte in Weihnachtsstimmung? Ein Experte erläutert, wie Erinnerungen und Traditionen dabei zusammenspielen.
- 14. Dezember 2025
Angriff auf Frau und vier Kinder: Tatverdächtiger in U-Haft
Nach dem Messerangriff auf eine Familie in Nordrhein-Westfalen kommt der Tatverdächtige in U-Haft. Die Mutter und zwei Kinder werden weiter auf Intensivstationen behandelt.











