Ein mit rund 650 Passagieren besetzter ICE ist am Morgen auf der Bahnstrecke Fulda-Hanau nahe Gelnhausen gegen den Greifarm eines Baggers gefahren. Dabei sei der Baggerfahrer leicht am Kopf verletzt worden, teilte die Bundespolizei mit. Er wurde zur ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Für die Fahrgäste und das Zugpersonal verlief der Unfall auf der vielbefahrenen Strecke glimpflich, von ihnen sei niemand verletzt worden. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist den Angaben zufolge noch unklar. Vor Ort eingesetzte Kräfte ermittelten die exakte Schadenshöhe, erklärte einer Sprecherin der Bundespolizeidirektion in Frankfurt. Erst danach könne die Streckensperrung wieder aufgehoben werden. Wie lang dies dauert, sei noch nicht absehbar. Auch ein Hubschrauber der Bundespolizei sei zunächst im Einsatz gewesen, der sich einen Überblick über die Unfallstelle verschaffen sollte. Bei dem Zug handelte es sich um den ICE 71, der von Hamburg kommend nach Basel unterwegs war. Der Unfall ereignete sich in Richtung Frankfurt zwischen Gelnhausen und dem Ortsteil Hailer-Meerholz auf freier Strecke. Unmittelbar danach war die Strecke nach Angaben der Deutschen Bahn gegen 10.00 Uhr komplett für den Zugverkehr gesperrt worden. Für die Passagiere war der Unfall mit stundenlangen Wartezeiten verbunden. Gegen Mittag stellte die Bahn einen Ersatzzug zur Verfügung, der die Fahrgäste weitertransportieren sollte. Eine Passagierin des Zugs berichtete, dass dieser bereits vor der Kollision aufgrund einer Baustelle mit reduzierter Geschwindigkeit unterwegs gewesen und plötzlich sehr stark gebremst worden sei. «Im nächsten Moment spürte man einen starken Ruck und es war klar, dass der ICE gerade in etwas oder jemanden reingefahren war», so die Passagierin. Unmittelbar danach sei zu hören gewesen, wie etwas auf den ICE und dann an den Fenstern vorbei auf den Boden neben dem Zug gefallen sei. Durchsagen des Zugpersonals sei zu entnehmen gewesen, dass der ICE in einen Baukran gefahren sei. Ein erster Krankenwagen sei daraufhin an den Unfallort gekommen, kurz darauf seien auch Polizei und Feuerwehr eingetroffen. Auch in dem ICE sei der Strom ausgeschaltet worden, und die Türen zwischen den Abteilen mussten von Hand geöffnet werden. Laut Deutscher Bahn wurde bei dem Unfall auch die Oberleitung beschädigt, die repariert werden müsse. «Nachdem unsere Fachleute ein Schadensbild erstellt haben, können wir prognostizieren, wie lange die Reparaturarbeiten dauern werden», so ein Bahn-Sprecher. «Zur Unfallursache ermitteln die Behörden.» Die Reisenden des betroffenen ICE sollten in Kürze ihre Fahrt mit einem Ersatzzug fortsetzen können. Die Deutsche Bahn informierte auch in ihren Verkehrsmeldungen über die Streckensperrung zwischen Frankfurt am Main und Fulda. Betroffen sind demnach folgende Verbindungen im Fernverkehr: Durch die Vollsperrung müssten Züge weiträumig umgeleitet werden, es komme zu Verspätungen und Ausfällen, erklärte der Bahn-Sprecher. Allein im Fernverkehr seien stündlich rund sechs Züge Richtung Hannover/Hamburg, Erfurt, Leipzig, Dresden und Berlin auf dem Streckenabschnitt unterwegs. Im Regionalverkehr fielen einzelne Verbindungen aus oder wendeten vorzeitig. Die Fahrgäste wurden gebeten, sich vor Reiseantritt über Ihre Verbindung auf bahn.de, im DB Navigator oder bei der telefonischen Reiseauskunft zu informieren.Fahrgäste spürten einen starken Ruck
Streckensperrung hat erhebliche Folgen
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ICE fährt gegen Baggerarm - Baggerfahrer verletzt
Schreck für die rund 650 Passagiere eines ICE bei Gelnhausen: Ihr Zug stößt mit einem Baggerarm zusammen, der Fahrer des Baufahrzeugs wird verletzt. Die Bahnstrecke ist bis auf weiteres gesperrt.
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