21. April 2026 / Aus aller Welt

Backhaus nach nächtlicher Kontrolle: «Wal liegt ruhig»

Mecklenburg-Vorpommers Umweltminister Till Backhaus nähert sich dem gestrandeten Buckelwal in der Nacht mit Fachleuten auf einem Boot. Wie ist der Zustand des Tieres?

Till Backhaus (SPD), Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, hat sich in der Nacht mit Experten der Fischereiaufsicht einen Eindruck vom Zustand des Wals verschafft. (Archivbild)

«Der Wal liegt ruhig», hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) nach einer Kontrollfahrt in der Nacht der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Der Politiker näherte sich gemeinsam mit Experten der Landesfischereiaufsicht dem Tier mit einem Boot bis auf etwa 500 Meter. Die Atemfrequenzen hätten zunächst zwischen zwei und vier Minuten gelegen, seien im Verlauf aber auch wieder langsamer geworden, erklärte Backhaus. Das zeige, dass der Wal von den Ereignissen des Tages gestresst sei. 

Umweltminister: Richtig, den Wal zunächst ruhen zu lassen

Nachdem sich das Tier am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand in der Bucht der Insel Poel nördlich von Wismar zunächst freigeschwommen hatte, lag es zwei Stunden später wieder im vielerorts hüfttiefen Wasser fest. Am Abend waren noch einmal Bewegungen des Wals in Richtung der tiefen Fahrrinne zu sehen – dann blieb er wieder liegen. 

Es sei richtig gewesen, den Wal erst einmal ruhen zu lassen, sagte der Umweltminister mit Blick auf vorangegangene Mobilisierungsversuche. Doch die Zeit drängt: In der Nacht soll der Wasserstand sinken.

Umweltminister Backhaus geht nicht davon aus, dass der Buckelwal noch in der Nacht weiter schwimmt. Es gelte abzuwarten, was in den kommenden Stunden geschehe, sagte er. Die Wasserschutzpolizei soll weiterhin in der Nähe des Tieres bleiben.


Bildnachweis: © Bernd Wüstneck/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Münster wird zum Herzstück der europäischen Batterieproduktion
Wirtschaft & Finanzen

Mehr als 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treiben in der „FFB PreFab“ bereits die industrienahe Fertigung von Batteriezellen voran.

weiterlesen...
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...
Schon jetzt mehr Blitze als 2025 insgesamt
Aus aller Welt

Vergangenes Jahr war außergewöhnlich blitzarm. Das kann man von 2026 nicht behaupten - allerdings gibt es große regionale Unterschiede.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Beben in Kolumbien: Viele Menschen unter Trümmern vermutet
Aus aller Welt

Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4 trifft vor allem den Westen des südamerikanischen Landes. Unter den Trümmern vieler Gebäude werden Menschen vermutet. Die Zahl der Toten dürfte noch steigen.

weiterlesen...
Polen: Beherzte Nachbarn retten Kind bei Sturz vom Balkon
Aus aller Welt

Drei Nachbarn reagieren blitzschnell: Mit einer Decke als Sprungtuch fangen sie ein Kind auf, das von der Balkonbrüstung fällt. Das Video einer Überwachungskamera zeigt die dramatischen Sekunden.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Beben in Kolumbien: Viele Menschen unter Trümmern vermutet
Aus aller Welt

Das schwere Erdbeben der Stärke 7,4 trifft vor allem den Westen des südamerikanischen Landes. Unter den Trümmern vieler Gebäude werden Menschen vermutet. Die Zahl der Toten dürfte noch steigen.

weiterlesen...
Polen: Beherzte Nachbarn retten Kind bei Sturz vom Balkon
Aus aller Welt

Drei Nachbarn reagieren blitzschnell: Mit einer Decke als Sprungtuch fangen sie ein Kind auf, das von der Balkonbrüstung fällt. Das Video einer Überwachungskamera zeigt die dramatischen Sekunden.

weiterlesen...