7. März 2023 / Aus aller Welt

Autofahrer stürzt in die Tiefe: Hintergründe weiter unklar

Der Unfall ist spektakulär: Ein Auto stürzt auf einer Autobahnbrücke an einer Baustelle ab. Weil Absperrungen und Schilder fehlen. Am Tag danach hat die Polizei mehr Fragen als Antworten.

Das Auto liegt auf dem Dach, nachdem es von einer demontierten Autobahnbrücke gestürzt ist. Der Fahrer wurde leicht verletzt.

Einen Tag nach dem Unfall, bei dem ein Mann mit seinem Wagen an einer abgerissenen Autobahnbrücke bei Aachen in die Tiefe stürzte, ist für die Ermittler einiges unklar. «Wir suchen noch Zeugen», sagt ein Polizeisprecher heute in Köln.

Nach ersten Erkenntnissen hätten am Ort des Unfalls Baustellenabsperrungen und Umleitungsschilder gefehlt. Sie seien vor Ort nicht gefunden worden. Geklärt werden müsse, wer die Absperrungen weggeräumt habe und warum dies passiert sei. Es könne aus mutwilligen oder fahrlässigen Gründen geschehen sein.

Bei dem spektakulären Unfall war am Montagmorgen ein 54 Jahre alter Autofahrer bei Aachen mit seinem Wagen auf einen gesperrten Abschnitt der A 44 gefahren und auf die darunter verlaufende Landstraße gestürzt. Der Wagen flog gut 25 Meter weit, überschlug sich in der Luft und blieb etwa fünf Meter tiefer auf dem Dach liegen.

Der aus der Region stammende Fahrer überstand die Kollision ohne gravierende Verletzungen. Er konnte selbst aus seinem auf dem Dach liegenden Wagen aussteigen, verbrachte aber nach Polizeiangaben die Nacht zu Dienstag im Krankenhaus. Die Polizei wurde von einem Zeugen alarmiert.

Polizei sucht Zeugen

Der Polizeisprecher sagt, die Ermittlungen stünden am Anfang. Es gebe Angaben von Zeugen. Doch suche die Polizei weitere Hinweisgeber, die zwischen Sonntagnachmittag - zu dem Zeitpunkt war laut Polizei noch jemand von der Baustelle vor Ort - und dem Unfall am Montagmorgen um kurz vor 6.00 Uhr etwas Verdächtiges gesehen hätten. Die A 44 verbindet von der belgischen Grenze aus Aachen mit Düsseldorf und dem Ruhrgebiet. Der 54-Jährige war in Richtung Lüttich unterwegs.

Die Autobahnbrücke an der Anschlussstelle Broichweiden in Würselen war im Juli 2022 abgerissen worden. Zwei Ersatzbrücken führen seitdem rechts und links an dem abgerissenen Bau vorbei. Der Abbruch ist Teil des geplanten sechsspurigen Ausbaus der A 44 zwischen dieser Anschlussstelle und dem Autobahnkreuz Aachen.


Bildnachweis: © Polizei Köln/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Schon jetzt mehr Blitze als 2025 insgesamt
Aus aller Welt

Vergangenes Jahr war außergewöhnlich blitzarm. Das kann man von 2026 nicht behaupten - allerdings gibt es große regionale Unterschiede.

weiterlesen...
Dürre in Bulgarien bringt Mammutknochen ans Licht
Aus aller Welt

Millionen Europäer stöhnen in der unsäglichen Hitze. Doch Bulgariens Archäologen freuen sich: Der niedrige Wasserstand der Donau enthüllt Mammutreste.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Brandbekämpfung im Hohen Venn geht weiter
Aus aller Welt

Im Hohen Venn nehmen die Löschhubschrauber wieder ihren Einsatz auf. Im Moment gehen die Behörden in Monschau nicht davon aus, dass der Brand auf deutsches Gebiet übergreift.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Brandbekämpfung im Hohen Venn geht weiter
Aus aller Welt

Im Hohen Venn nehmen die Löschhubschrauber wieder ihren Einsatz auf. Im Moment gehen die Behörden in Monschau nicht davon aus, dass der Brand auf deutsches Gebiet übergreift.

weiterlesen...