31. Dezember 2022 / Aus aller Welt

Auf Autofahrt verschluckt: Polizisten retten Baby das Leben

Noteinsatz am Straßenrand: Ein Säugling droht zu Ersticken. «Da es offenbar um Sekunden ging, griffen die Beamten sofort beherzt ein», teilt die Polizei mit - und retten dem Baby so das Leben.

Symbolbild: Bei einem Noteinsatz rettete die Polizei ein Baby.
Veröffentlicht am 31. Dezember 2022 um 02:19 Uhr

Bei einem Noteinsatz am Straßenrand hat die Polizei einen nur wenige Monate alten Säugling vor dem Ersticken gerettet. Drei Beamte der Autobahn- und Verkehrspolizei waren am Freitagnachmittag in Mecklenburg-Vorpommern auf der B96 Richtung Stralsund unterwegs gewesen, als sie auf ein neben der Fahrspur geparktes Auto aufmerksam wurden. Weil sich das Baby einer 29-jährigen Mutter während der Autofahrt vermutlich an einem Stück Paprika verschluckt hatte, wartete sie dort mit ihrem Fahrzeug auf die bereits alarmierten Rettungskräfte und den Notarzt. «Da es offenbar um Sekunden ging, griffen die Beamten sofort beherzt ein, um das Leben des Kindes zu retten», teilte die Polizei mit.

Die Beamten konnten bei dem kleinen Jungen keine Atmung mehr feststellen und bedienten sich daher des sogenannten Heimlich-Griffs: Dabei wird einem vornüber gebeugten Menschen in Atemnot von hinten ruckartig die umklammerte Faust in die Magengrube gepresst, um Fremdkörper aus den Atemwegen zu holen. Die «vorsichtige Anwendung» des Manövers zeigte den Angaben nach Erfolg, so dass das Baby wieder Luft bekam. Danach habe sich das Kind dann langsam erholt und sei vom wenig später eintreffenden Notarzt weiter versorgt worden. Zusammen mit seiner Mutter wurde es anschließend in ein Krankenhaus gebracht, das beide einige Stunden später wieder verlassen konnten - das Baby war wohlauf.

«Dieser Einsatz stellt auch für erfahrene Polizeibeamte eine Besonderheit dar und wird wohl noch lange in Erinnerung bleiben», hieß es in der Mitteilung der Polizei. Zuerst hatte der «Nordkurier» über den Vorfall berichtet.


Picture credit: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
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