13. August 2026 / Aus aller Welt

Aschewolke von Ätna - Flughafen von Catania bleibt dicht

Wegen anhaltender Vulkanasche vom Ätna in der Luft bleibt der Flughafen von Catania auf Sizilien geschlossen. Reisende müssen mit weiteren Ausfällen und Umleitungen rechnen.

Seit mehreren Tagen beeinträchtigt der jüngste Ausbruch von Europas aktivstem Vulkan den Flugverkehr auf Sizilien.
Veröffentlicht am 13. August 2026 um 00:57 Uhr

Für Urlauber auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien bleibt der Flugverkehr am Flughafen von Catania eingeschränkt. Wegen der Vulkanasche des Ätna sind dort keine Starts und Landungen möglich. Der Airport bleibt nach jüngsten Angaben des Betreibers mindestens bis Freitag um 2.00 Uhr dicht. Ob der Flugbetrieb danach wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Urlauber hoffen jedenfalls auf Rückkehr zum regulären Flugbetrieb.

Seit mehreren Tagen beeinträchtigt der jüngste Ausbruch von Europas aktivstem Vulkan den Flugverkehr auf Sizilien. Hunderte Verbindungen wurden gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Die Sperre in Catania wurde in den vergangenen Tagen mehrfach verlängert. Erst am Mittwochnachmittag hatte der Flughafenbetreiber mitgeteilt, dass der Airport bis Donnerstag um 16.00 Uhr geschlossen bleiben soll. Dann die abermalige Verlängerung.

Bis Dienstag waren nach Angaben der Behörden rund 700 Flüge betroffen. Etwa 450 wurden ganz gestrichen und rund 250 wurden auf andere Flughäfen auf der Insel verlegt – etwa auf den kleineren Flughafen von Comiso bei Ragusa oder den Airport der Inselhauptstadt Palermo im Norden Siziliens.

Chaotische Zustände am Flughafen

Für viele Reisende bedeuteten die Umleitungen zusätzliche Fahrten durch Sizilien. Einige verbrachten ihre Tage und Nächte am Flughafen und warteten dort auf Informationen zu ihren Flügen. Fluggesellschaften organisierten teilweise Busverbindungen zwischen den verschiedenen Flughäfen. Dennoch kam es in den vergangenen Tagen zu chaotischen Zuständen in Catania.

Reisende berichteten von kurzfristigen Benachrichtigungen über die Verlegung des Abflugs nach Palermo, ausgebuchten Zügen und völlig überteuerten Taxipreisen. Mancher Urlauber benötigte mehrere Tage, um Sizilien wieder zu verlassen und mit umständlichen Umstiegen an ihr Reiseziel zu gelangen.

Der Ätna sorgt immer wieder für Einschränkungen am Flughafen von Catania. Erreicht Vulkanasche den Luftraum oder die Start- und Landebahnen, wird der Flugbetrieb aus Sicherheitsgründen eingeschränkt oder eingestellt. Die aktuelle Aktivität hält inzwischen seit Tagen an. Bereits Anfang Juli rumorte der Ätna, zwischenzeitlich musste schon damals der Flugbetrieb eingestellt werden.

Dauer der Airport-Sperre noch unklar

Wie lange die aktuelle Sperre dauert, hängt von der weiteren Entwicklung der Aschewolke ab. Reisende müssen deshalb auch am Donnerstag mit kurzfristigen Änderungen rechnen. Der Flughafenbetreiber rät den Passagieren, den Status ihres Fluges bei der jeweiligen Fluggesellschaft zu überprüfen.

Das jüngste Reisechaos hat die Debatte über Alternativen zum Flughafen von Catania neu entfacht. Seit Jahren wird über eine stärkere Nutzung anderer Flughäfen diskutiert. Comiso ist dabei eine mögliche Ausweichoption, kann das Verkehrsaufkommen von Catania aber nicht komplett übernehmen.

Verkehrsexperten halten dagegen bessere Verbindungen zwischen den bestehenden Flughäfen auf der Mittelmeerinsel für die effizientere Lösung. Investitionen in Bahnstrecken und Straßen würden demnach helfen, den Verkehr bei einer Sperrung schneller auf andere Flughäfen zu verlagern.


Bildnachweis: © Simone Genovese/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Nordrhein-Westfalen-Tag: Parken in großen Teilen der Innenstadt nicht möglich
Politik

Erste Halteverbote gelten ab 23. August / Ausweichparkplätze für Anwohnende / Stadt empfiehlt Anreise mit ÖPNV und Rad / Zusätzliche P+R-Plätze

weiterlesen...
RTL-Stiftung spendet erneut für Musiktherapie im Clemenshospital
Allgemein

Prominente Unterstützung von Yvonne Catterfeld und Ben Zucker

weiterlesen...

Neueste Artikel

Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas
Aus aller Welt

Indigene Gebiete im Amazonas sind besonders von illegalem Goldabbau und extremen Wetterlagen betroffen. Warum sich die Folgen gegenseitig verstärken, zeigt ein aktueller Bericht.

weiterlesen...
ADAC: Mehr Staus als vor einem Jahr
Aus aller Welt

Die Rekordpreise an den Tankstellen haben viele Autofahrer nicht davon abgehalten, ins Staurisiko zu gehen. Der ADAC zählte in den Sommerferien mehr Staus als vor einem Jahr.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Studie: Goldabbau und Wetter bedrohen Indigene im Amazonas
Aus aller Welt

Indigene Gebiete im Amazonas sind besonders von illegalem Goldabbau und extremen Wetterlagen betroffen. Warum sich die Folgen gegenseitig verstärken, zeigt ein aktueller Bericht.

weiterlesen...
ADAC: Mehr Staus als vor einem Jahr
Aus aller Welt

Die Rekordpreise an den Tankstellen haben viele Autofahrer nicht davon abgehalten, ins Staurisiko zu gehen. Der ADAC zählte in den Sommerferien mehr Staus als vor einem Jahr.

weiterlesen...