Der Polarforscher und Autor Arved Fuchs ist zu einer weiteren Etappe seiner Expeditionsreihe «Ocean Change» aufgebrochen. Mit seiner Crew verließ er am Dienstag an Bord des Segelschiffs «Dagmar Aaen» den Kieler Hafen. Ziel der diesjährigen Etappe sind die Norwegensee sowie die Bäreninsel zwischen Nordkap und Spitzbergen in der Barentsee. Die Expeditionsreihe sei ihm ein Herzensanliegen, sagte der 71-Jährige unmittelbar vor der Abfahrt. Die Veränderungen in den Ozeanen seien keine Bagatelle. «Es hat gravierende Auswirkungen, durch den Klimawandel werden die Meere immer wärmer, die Gletscher in Grönland schmelzen ab, sie verändern auch die Chemie des Meeres durch den Süßwassereintrag.» Das 2015 von Fuchs gegründete Projekt «Ocean Change» setzt sich mit den Veränderungen in den Ozeanen sowie deren Auswirkungen auf das Klima und die Küstenlandschaften auseinander. Seit 2021 gibt es eine Verbindung zum Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel, das während der Fahrten der «Dagmar Aaen» Daten aus Gegenden bekommt, in denen sonst niemand unterwegs ist. Die Zusammenarbeit könne helfen, dass Wissenschaft die Menschen erreiche, hatte Fuchs bei früherer Gelegenheit gesagt. «Das Problem des Klimawandels lösen wir nur, wenn wir alle mitnehmen.» Dem Klimawandel sei es egal, ob es noch andere Krisen zu meistern gebe. «Wir haben seit vielen Jahren dieses Problem verwaltet und nichts getan», kritisierte Fuchs. «Jetzt haben wir alles, aber wir haben eben keine Zeit mehr.» Er habe mit großer Besorgnis bei der Europawahl gemerkt, dass in der Reihenfolge der wichtigsten Themen für junge Leute der Klimawandel an Stelle vier rangiere und nicht mehr wie noch vor einiger Zeit ganz oben.
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Arved Fuchs setzt Expeditionsreihe «Ocean Change» fort
Er sieht sich nicht als Wissenschaftler, liefert mit seinen Expeditionen aber wichtige Erkenntnisse zum Verständnis des Klimawandels. Jetzt bricht Arved Fuchs mit dem Segler «Dagmar Aaen» wieder auf.
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