17. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Andreas Dahlmeier: Laura da begraben, wo sie glücklich war

Der tödliche Unfall von Ex-Biathletin Laura Dahlmeier hatte große Betroffenheit ausgelöst. Nun schildert ihr Vater, was er inzwischen über die gescheiterte Bergung denkt.

Die Ex-Biathletin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier starb mit 31 Jahren durch einen Steinschlag. (Archivbild)

Der Vater der bei einem Bergunglück gestorbenen Ex-Biathletin Laura Dahlmeier kann der gescheiterten Bergung ihres Leichnams inzwischen auch Tröstliches abgewinnen. «Ich glaube, Laura hätte es so gewollt, in den Bergen ihren Frieden zu finden», sagte Andreas Dahlmeier der «Sport Bild». «Laura ist dort begraben, wo sie glücklich war und sich frei fühlte.»

Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli im Alter von 31 Jahren bei einem Kletterunfall am Laila Peak in Pakistan ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde. 

Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte ihre Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben.

Deftiger Bergsteigergruß bei der Trauerfeier

«Vielleicht wollte sie es auch so», sagte Dahlmeier nun der «Sport Bild» knapp fünf Monate nach dem Unglück. «Ich stelle mir vor, wenn Laura in einem Grab auf einem Friedhof liegen würde, und den ganzen Tag über kommen Leute vorbei – sie würde aufschauen und denken: Meine Güte, schon wieder ist jemand da. Lasst mir doch endlich mal meine Ruhe!»

Dahlmeier zufolge hatte seine Tochter zu Lebzeiten genau verfügt, wie ihre Trauerfeier aussehen solle. «Sie hat gesagt, es sollen nur die kommen, die sie gerne mochte. Die sie nicht mochte, sollten nicht kommen. Auch da war sie gradlinig.» 

Auch die Musikstücke habe Laura selbst ausgesucht. So sei bei der Feier im August auch eine abgeänderte Version des Oberreintal-Liedes unter Gitarren-und Akkordeonbegleitung gesungen worden. Die im Refrain vorkommende, deftige Textzeile «Hei mi leckst am Arsch!» ist ein unter hiesigen Bergsteigern verbreiteter Ausruf der Erleichterung, wenn eine schwierige Passage gemeistert oder der Gipfel erklommen wurde.


Bildnachweis: © Matthias Balk/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sommerabend unter den Linden mit Wioletta Hebrowska
Kunst & Kultur

Am 25. August 2026 findet im Heidekrug nach langer Zeit wieder einmal der traditionelle „Sommerabend unter den Linden“ statt.

weiterlesen...
Nordrhein-Westfalen-Tag: Parken in großen Teilen der Innenstadt nicht möglich
Politik

Erste Halteverbote gelten ab 23. August / Ausweichparkplätze für Anwohnende / Stadt empfiehlt Anreise mit ÖPNV und Rad / Zusätzliche P+R-Plätze

weiterlesen...

Neueste Artikel

Matrosen bei Sex im Maschinenraum gefilmt - Militärstrafen
Aus aller Welt

Auf einem niederländischen Marineschiff missbrauchen Matrosen das Vertrauen einer Kameradin. Ein Gericht verhängt Strafen.

weiterlesen...
Medien: Harry und Meghan überrascht von Klarstellung
Aus aller Welt

Eine ungewöhnliche Klarstellung des Palasts zu Prinz Harry und Herzogin Meghan macht in dieser Woche Schlagzeilen. Die beiden royalen Rückkehrer zeigen sich laut Berichten verwundert.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Matrosen bei Sex im Maschinenraum gefilmt - Militärstrafen
Aus aller Welt

Auf einem niederländischen Marineschiff missbrauchen Matrosen das Vertrauen einer Kameradin. Ein Gericht verhängt Strafen.

weiterlesen...
Medien: Harry und Meghan überrascht von Klarstellung
Aus aller Welt

Eine ungewöhnliche Klarstellung des Palasts zu Prinz Harry und Herzogin Meghan macht in dieser Woche Schlagzeilen. Die beiden royalen Rückkehrer zeigen sich laut Berichten verwundert.

weiterlesen...