Tierschutzaktivisten haben am Samstag den Eingang des Nürnberger Tiergartens blockiert. Mit der Aktion richteten sie sich gegen eine geplante Tötung von Pavianen des Zoos. Wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte, hatten sich am Morgen 24 Aktivisten vor den Haupteingang des Zoos gesetzt, fünf hatten sich zudem mit massiven Eisenketten an ein Tor gekettet. Am Eingang befestigten die Aktivisten ein Banner mit der Aufschrift «Artgerecht ist nur die Freiheit» und riefen über ein Megafon Parolen wie «Du bist nicht allein». Die Gruppe Animal Rebellion bekannte sich in einer Mitteilung zu der Aktion. Weil die Bedürfnisse der Tiere bei der Debatte kein Gehör fänden, hätten Aktivisten der Organisation den Lebewesen stellvertretend eine Stimme verschafft, teilte die Gruppe mit. Der Nürnberger Tiergarten hatte Anfang Februar angekündigt, einzelne Tiere aus der Gruppe der Guinea-Paviane töten zu wollen. Diese sei zu groß für das Gehege geworden und die soziale Struktur ungünstig. Eine Abgabe an andere Halter war nach Angaben des Tiergartens nicht möglich. Auch eine Auswilderung komme nicht infrage, weil es keine geeigneten Gebiete in den Herkunftsregionen gebe. Mittlerweile gab es mehrere Angebote von Einrichtungen, die die Tiere übernehmen wollen. Dies prüft der Park derzeit. Da die Demonstrierenden laut Polizei der Aufforderung, den Platz zu räumen, nicht nachkamen, lösten Polizisten die Versammlung auf und trugen die Aktivisten weg. Die Eisenketten trennten die Polizisten mit Hilfe der Feuerwehr auf. Ein Teil der Aktivisten demonstrierte auf einem ihnen zugewiesenen Platz in der Nähe des Eingangs weiter.
Bildnachweis: © Sebastian Schlenker/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Aktivisten blockieren Eingang des Nürnberger Tiergartens
Die geplante Tötung von Pavianen des Nürnberger Zoos sorgt weiter für Protest. Aktivisten blockierten den Haupteingang des Tiergartens.
Meistgelesene Artikel
- 5. März 2026
Öffentlichkeitsfahndung nach sexuellem Missbrauch
Polizei Münster sucht Tatverdächtigen mit Phantombild
- 17. Februar 2026
26-Jähriger nach Messerangriff in Havixbeck in Untersuchungshaft
Richter erlässt Haftbefehl gegen Sendener
- 23. Februar 2026
Rentnerin fährt ins Wartezimmer des Lorenz & Schlotmann Kids Club
Kinderzahnärztliches Zentrum in Münster – Keine Verletzten
Neueste Artikel
60 Wolfs-Territorien in Brandenburg, Hunderte Skelette und Felle im Museum. Ein einzigartiger Bestand zeigt die Rückkehr des Raubtiers. Wölfe sollen künftig aber auch in Jägerstuben stehen dürfen.
Plötzlich rauschen Wasserfälle vom Uluru: Nach dem stärksten Regen seit zehn Jahren erleben Besucher das Naturwunder ganz anders – und sollten jetzt besonders vorsichtig sein.
Weitere Artikel derselben Kategorie
60 Wolfs-Territorien in Brandenburg, Hunderte Skelette und Felle im Museum. Ein einzigartiger Bestand zeigt die Rückkehr des Raubtiers. Wölfe sollen künftig aber auch in Jägerstuben stehen dürfen.
Plötzlich rauschen Wasserfälle vom Uluru: Nach dem stärksten Regen seit zehn Jahren erleben Besucher das Naturwunder ganz anders – und sollten jetzt besonders vorsichtig sein.











