Nach einer Panne ihres Lastwagens sind im Norden des Nigers 49 Menschen in der Sahara verdurstet. Die Reisenden seien aus dem Nachbarland Mali zurückgekehrt, um das islamische Opferfest mit ihren Familien im Niger zu begehen, teilte die Regionalregierung von Agadez mit. Demnach blieb das Fahrzeug in einer abgelegenen Wüstenregion mehr als 80 Kilometer westlich der Grenzstadt Assamaka liegen. Versuche des Fahrers, seiner Helfer und der Passagiere, den Lastwagen zu reparieren, seien gescheitert. Ohne Wasser habe die Gruppe bei Extremtemperaturen in der Wüste festgesessen. Die Toten seien in Massengräbern beigesetzt worden. Zwei Menschen überlebten den Angaben zufolge. Sie hätten mehr als 50 Kilometer zu Fuß bis zu einer Wasserstelle zurückgelegt und anschließend Assamaka erreicht, wo sie die Behörden alarmierten. Auf dem Rückweg von dem Einsatz fanden Helfer nach Angaben des Gouvernorats einen weiteren liegengebliebenen Lastwagen mit mehr als 60 Menschen an Bord. Die Reisenden hätten nach einer dreitägigen Panne in der Wüste festgesessen und seien mit Wasser versorgt worden. Assamaka liegt nahe den Grenzen zu Algerien und Mali und ist ein wichtiger Knotenpunkt auf den Reiserouten durch die Sahara. Auch Migranten stranden immer wieder in der Wüste oder werden von Behörden bei illegalen Abschiebungen ausgesetzt.Zwei Menschen haben überlebt
Bildnachweis: © Jerome Delay/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
49 Menschen verdursten nach Lkw-Panne im Niger
Eine Lkw-Panne mitten in der Wüste, keine Chance auf Wasser: Aus der Rückreise aus Mali zum Opferfest wird ein tödliches Drama.
Meistgelesene Artikel
- 19. Juni 2026
Neue Radservicestation am Ludgeriplatz
Luftpumpe und Werkzeug stehen kostenlos zur Verfügung / Haus der Nachhaltigkeit übernimmt Instandhaltung
Anonymes Kunstwerk auf dem Brillux Gelände
- 21. Juni 2026
Paläoaquarium macht Urzeit-Meere digital erlebbar
Spende der Sparkasse Münsterland Ost ermöglicht neuen Höhepunkt für Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde
Neueste Artikel
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.
Weitere Artikel derselben Kategorie
In Spanien starben viele Menschen bei einem Waldbrand. In Nürnberg kämpften Einsatzkräfte ebenfalls gegen Flammen. Wie gut sich Feuerwehren gerüstet sehen.
- 12. Juli 2026
Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit
Sollte die Geschwindigkeit auf Autobahnen begrenzt werden? Eine neue Studie beschäftigt sich mit dieser Frage und kommt zu einer eindeutigen Antwort.











