1. März 2025 / Bildung & Wissenschaft

Neutronensterne - was sie über die Quantenwelt aussagen

Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde

Foto (Chandra/Harvard): Die schnell rotierenden und stark magnetisierten Neutronensterne stehen im Mittelpunkt des Vortrags von Dr. Tobias Jogler im LWL-Planetarium.

Über die schnell rotierenden Neutronensterne berichtet am Dienstag (4.3.) um 19 Uhr der Wissenschaftler Dr. Tobias Jogler im LWL-Planetarium. Der Vortrag ist ohne Vorkenntnisse für Menschen ab 12 Jahre geeignet. Für den Vortrag sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

"Neutronensterne sind faszinierende Endstadien von Sternen. Dass es sie gibt, verdanken wir der Quantenmechanik", sagt Dr. Tobias Jogler, Chefastronom beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Die Quantenmechanik beschreibe den Mikrokosmos, also die winzigen Teilchen wie Atome oder Atomkerne. "Sie ist der Grund, warum wir Neutronensterne haben und beobachten können", so Jogler. Im Vortrag erklärt er, was Neutronensterne sind und wie Wissenschaftler sie untersuchen. Jogler: "Immer wieder begegnen wir dabei Quantenphysik, und so sind Neutronensterne tolle Versuchslabore von der Allgemeinen Relativitätstheorie bis zum Studium der Quantenphysik."

Hintergrund
Jogler hat rund zehn Jahre als Astrophysiker geforscht, unter anderem an der Stanford University in Kalifornien. Nun leitet er das LWL-Planetarium und bringt den Besucher:innen Themen der Astronomie näher. Seine Leidenschaft entdeckte er früh: Wie viele Kinder begeisterte ihn der Weltraum, doch er interessierte sich auch für die Vorgänge dahinter: "Bis heute fasziniert mich an der Physik, dass es nur wenige Prinzipien braucht, um komplexe Vorgänge zu erklären und zu verstehen."

Nach einem Physikstudium und seiner Promotion bewirbt Jogler sich bei verschiedenen Forschungsprojekten weltweit - auch bei der US-Raumfahrtbehörde NASA. Vier Jahre lang forscht er an der Stanford-University an dem Fermi Gamma-ray Space Telescope (FGST), einem Weltraumteleskop für die Gammastrahlen-Astronomie. Zudem hat Jogler die Analysesoftware für den Fermi-Sateliten und die MAGIC Teleskope (auf LaPalma) entwickelt und an der Entwicklung von Ausleseelektronik und Kamerasteuerungen mitgewirkt. Am LWL-Planetarium hält Jogler regelmäßig Vorträge zu astronomischen Themen, insbesondere zu Fragen der Astroteilchenphysik, die eine Schnittstelle zwischen Astronomie und Teilchenphysik bildet.

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