27. Juni 2025 / Natur & Umwelt

Neue Natur-Oase zum Lernen und Erholen

19.000 Quadratmeter große Fläche an der Weseler Straße wird zum Erlebnisraum / Angebote zum Verweilen, Lernen und Erholen

Foto (Stadt Münster): Die Neugestaltung des urbanen Naturerfahrungsraums zwischen Weseler Straße, Von-Stauffenberg-Straße und Sperlichstraße nimmt Formen an. Ein sogenanntes Sandarium – ein offener Sandbereich für bodennistende Wildbienen und andere Insekten – wurde bereits errichtet.


Naturerlebnis, Umweltbildung und Erholung: Die Neugestaltung der neuen Natur-Oase zwischen Weseler Straße, Von-Stauffenberg-Straße und Sperlichstraße geht auf die Zielgerade: Nach dem Projektstart Ende 2023 hat die Stadt mittlerweile mehrere Elemente wie eine große Totholzhecke oder ein Sandarium – ein offener Sandbereich für bodennistende Wildbienen und andere Insekten – errichtet. Die Fertigstellung ist für Ende dieses Jahres geplant.  

Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit entwickelt das Gelände nach den Plänen des Landschaftsarchitekturbüros Pronatour. Auf der rund 19.000 Quadratmeter großen Grünfläche entstehen Themeninseln, kreative Lernangebote und Aufenthaltsflächen. Die Fundamente für Infostelen, interaktive Elemente und Sitzgelegenheiten sind bereits fertig. Die anstehenden Holzarbeiten führt aktuell eine regionale Schreinerei aus.

Vorgesehen sind auch Wildblumenwiesen, ein Insektenhotel, ein Naschgarten sowie Relax- und Bodenliegen. Besucherinnen und Besucher können hier Natur aus nächster Nähe erleben. Ein Kreativraum bietet – je nach Jahreszeit – die Möglichkeit, temporäre Kunstwerke zu schaffen. Die Umgestaltung der Grünfläche kostet rund 400.000 Euro.
"Wir möchten einen Ort schaffen, an dem Natur mit allen Sinnen erfahrbar ist und ökologische Zusammenhänge spielerisch vermittelt werden", sagt Peter Driesch, Leiter des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit. "Der neue Naturerfahrungsraum verbindet Erholung mit Umweltbildung und leistet zugleich einen Beitrag zur biologischen Vielfalt mitten in der Stadt."

Naturnahe Neugestaltung nach Orkanschäden
Bis 2007 war das Areal eine Waldfläche, die durch den Orkan Kyrill stark geschädigt wurde. Eine Aufforstung erfolgte nicht, stattdessen entwickelte sich ein Mix aus Wiese und altem Baumbestand – vor allem Rotbuchen im westlichen Teil. Heute wird das Gelände bereits als Naherholungsraum genutzt. Die geplante behutsame Umgestaltung soll die bestehende Natur bewahren und gleichzeitig neue Impulse für nachhaltige Stadtnatur setzen.

Einige Bereiche des Geländes werden sich erst über Jahre entwickeln – bewusst lässt die Stadt dort der Natur freien Lauf. So entsteht ein Stück urbane Wildnis: naturnah, vielfältig, offen für alle und mit hoher Aufenthaltsqualität. Das gesamte Projekt wird durch eine Spende der LVM Versicherung unterstützt und erweitert dadurch das Angebot an Naturerlebnisräumen in Münster.

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