Foto (Ilja C. Hendel / WiD): Durch ein „Schwarzes Loch“ am Eingang des Ausstellungsbereichs reisen die Besucherinnen und Besucher in die vielfältige Welt der Weltraumforschung.
Die „MS Wissenschaft“ ankert im Juli für vier Tage in Münsters Stadthafen auf der Höhe der Kunsthalle. Im Bauch des umgebauten Frachtschiffs widmet sich eine interaktive Ausstellung dem Kosmos aus unterschiedlichen Perspektiven. An Deck lädt die Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster am 10. und 11. Juli zu einem ungewöhnlichen „ALL-Tag“ ein. Der Titel nimmt Bezug auf das aktuelle Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): „Unser Universum“. Besucherinnen und Besucher können meteoritische Dünnschliffe durch Polarisationsmikroskope betrachten, Daten von Erdbeobachtungssatelliten anzapfen oder sich in Workshops mit der Zukunft des Planeten Erde beschäftigen.
Mehrere Wissenschaftler sind im Format „Meet the Scientist“ zu Gast. So spricht Prof. Dr. Katrin Kogman-Appel vom Institut für jüdische Studien über mittelalterliche Bilder und Vorstellungen vom Kosmos. Prof. Dr. Perry Schmidt-Leukel von der evangelisch-theologischen Fakultät beleuchtet Aspekte der Kosmologie und des Reinkarnationsglaubens im Buddhismus. Beteiligt sind außerdem das Institut für Kernphysik, die Verantwortlichen des Projekts „Frag Sophie“, des MExLab ExperiMINTe, der GI@school der Geoinformatik, des Instituts für Planetologie und der Kinder- und Jugenduni Q.UNI.
Die Ausstellung im schwimmenden „Science Center“ ist vom 8. bis 11. Juli von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Hintergrund
Seit Anfang der 2000er Jahre macht die „MS Wissenschaft“ Forschung auf unterhaltsame Weise erlebbar. Das schwimmende Science Center des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist ein umgebautes Binnenfrachtschiff mit einer Ausstellungsfläche von knapp 600 Quadratmetern. Die Initiative Wissenschaft im Dialog realisiert jährlich eine Ausstellung auf dem Schiff im Rahmen des jeweiligen Wissenschaftsjahres, die in vielen Städten zu sehen ist – in diesem Jahr von Anfang Mai bis Ende September. Wissenschaftliche Institute und Einrichtungen steuern die meisten Exponate bei.











