9. August 2018 / Alissas Tagebuch

Mit freiStil nach Afrika 6

Mit freiStil nach Afrika 6

Mit freiStil nach Afrika 6

Foto: Auf dem nationalen Flughafen in Langata


Die freiStil GmbH & Co. KG ist ein Münsteraner individualpädagogischer Träger der Kinder- und Jugendhilfe und bietet Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien innerhalb der Hilfen der Erziehung in Deutschland und im europäischen Ausland.

Als Förderer unterstützt freiStil das Engagement von Alissa F., die Ende August für ein Jahr nach Kenia gereist ist, um in dem sozialen Projekt „Jukumu Letu“ in der Stadt Ngong nahe Nairobi zu arbeiten und Land und Leute kennenzulernen. Seit über drei Jahren steht freiStil im Kontakt mit Alissa F. - sie trainierte die von freiStil gesponserte Mädchen-Handballmannschaft und absolvierte ein Praktikum bei dem Kinder- und Jugendhilfeträger. Im Rahmen dieser Beziehung unterstützt freiStil das soziale Engagement von Alissa F. und berichtet dazu über ihre Erfahrungen vor Ort.

 

Und es geht dem Ende zu... 
Nun sind bereits die letzten Wochen des einjährigen Auslandsaufenthalt von Alissa angebrochen und sie kann sich nicht entscheiden, ob sie sich auf ihr Zuhause in Deutschland freut oder nicht.

Der Juni verging so schnell und ereignisreich wie im letzten Artikel angekündigt. Nach diversen Trips und dem End Term Camp in Machakos County im Projekt zweier anderer Freiwilliger hat sie sich in den letzten Wochen wieder auf die Schule und ihre Arbeit dort konzentriert. Neben kleineren Ausflügen gab es Familienfeste wie z.B. die Babyparty in der Wohnung ihres ältesten Gastbruders und seiner Frau, für die Alissa Lasagne zubereitete und damit allen ein neues Lieblingsgericht servierte oder der Geburtstag ihrer 'Gastschwester', der zur Überraschungsparty wurde. Die alltäglichen Feierlichkeiten geben Alissa immer wieder das Gefühl tatsächlich zur Familie dazuzugehören.

Eine größere Reise ging nach Naivasha. Dort gibt es einen aktiven Vulkan, den Alissa und ein paar Freunde mit einer Wanderung am Krater erkundeten. Ein weiterer gemeinsamer Plan der kleinen Gruppe ist, vor dem Heimflug noch einmal für einige Tage an den wunderschönen Strand zu fahren. Momentan möchte Alissa gerne dem dortigen Wetter entkommen, da es nachts kalte fünf bis zehn Grad und am Tag nie mehr als 20 Grad sind. Dies hört sich für deutsche Verhältnisse eines Winters nicht besonders kalt an, doch die Häuser kühlen recht schnell aus, weil Türen und Fenster dauerhaft offen sind bzw. gar nicht ganz geschlossen werden können und es außerdem weder Isolierung noch Heizung gibt.

Vor allem in der Schule ist es häufig in den Räumen kälter als draußen, denn dort wärmt wenigstens ab und zu die Sonne. Echtes Glück mit dem Wetter hatten Kinder und Betreuer an ihrem Ausflugstag, als knapp die Hälfte der Schüler (60 Kinder) bei für diese Jahreszeit ungewohnten 27 Grad zu einem nationalen Flughafen in Langata (in der Nähe von Nairobi) und danach zu einem Animal Orphanage gefahren ist. Vor allem die im Tierheim lebenden Löwen haben die Kinder fasziniert und bei der Raubtierfütterung auch etwas Angst gemacht. Der Guide zeigte den Kindern alle Tiere und erklärte, woher die Tiere kommen und warum sie dort sind.

Das Essen für die Kinder wurde morgens gekocht und im Bus mitgenommen ebenso ausreichend Wasser für die bewegungsfreudige Schülerschar.

Alissa und die Mitfreiwillige haben in der Zeit, in der sie nun schon in dem Projekt „Jukumu Letu“ aktiv sind, so viele Aktivitäten und Aufgaben für die Freiwilligen eingeführt, dass sie gefragt wurden, ein „Volunteer Guide Book“ zu verfassen, um die Aufgaben für die im August neu kommenden Freiwilligen aufzuschreiben. Damit haben die beiden ihr erstes 'Buch' geschrieben und hoffen, dass es den Neuankömmlingen helfen wird, einen Überblick über die Organisation der Schule und der Rolle der dort arbeitenden Freiwilligen zu bekommen.

Die Vorbereitungen für die Holiday Activities für die Kinder ab August sind auch so gut wie abgeschlossen.

Mit diesen Abschlussarbeiten vor ihrer Rückreise hat Alissa das Gefühl schon fast im Flieger zu sitzen. Auch von ihren kenianischen Freunden und ihrer Gastfamilie wird Alissa bereits gefragt, wann sie denn ihre Abschiedsparty veranstalte. Dabei will sie noch gar nicht richtig daran denken. Ihr kleiner Gastbruder nennt sie schon seit ein paar Wochen „Mama“ und erzählt ihr immer wieder, sie solle bloß nicht gehen. Daher kommt Alissa nicht umhin, bereits ihre Rückkehr in dieses tolle Land zu planen, denn es gibt so viele Menschen, die sie wiedersehen und Gegenden und Städte, die sie noch kennenlernen möchte.

Alissa versucht noch so viel Zeit wie möglich mit den anderen Freiwilligen, ihrer Gastfamilie und ihren Freunden zu verbringen und die letzten Wochen zu genießen, bevor in Deutschland der Stress mit Studium und Umziehen beginnt. Einen Terminkalender brauchte sie in Kenia nie.

Denn dort heißt es: Europa hat die Uhr, Afrika hat die Zeit.

 

Noch einmal wird freiStil über Alissas Eindrücke und Erlebnisse berichten - nach ihrer Rückkehr ca. Ende September. Bis bald.

 

Vielleicht haben Sie, liebe Leserin, lieber Leser, Interesse das Projekt „Jukumu Letu“ näher kennenzulernen oder zu unterstützen: http://www.jukumukenya.org

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