20. Juni 2024 / Bildung & Wissenschaft

Mehr Ausbildungsplätze in der Pflege

LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Münster eröffnet neuen Zusatzbau

Foto (LWL/Sibylle Kaufhold): Eröffnen den Zusatzbau: LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Pflegedirektor Michael Lison, Akademie-Leiterin Natalie Große-Maestrup und Kaufmännischer Direktor Thomas Voß ( nicht im Bild: Oberbürgermeister Markus Lewe).

Die LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) feierte am Montag (17.6.) die Eröffnung des neuen Erweiterungsbaus auf dem LWL-Klinikgelände in Münster. Damit ist es der LWL-Klinik Münster möglich, die Ausbildungsplatzerhöhung von ehemals 150 auf 225 an einem einzigen Standort innerhalb der Gebäudestruktur umzusetzen. Die Gesamtkosten für den Bau liegen bei 2,7 Mio. Euro. Das Land NRW fördert die Maßnahme im Rahmen des Krankenhausgestaltungsgesetzes mit einem Zuschuss in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro. Bereits im Juni werden die Auszubildenden und Lehrenden das neue Gebäude mit den neuen Klassenräumen und Büros nutzen können. 

Zur feierlichen Eröffnung des Neubaus begrüßte der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Dr. Georg Lunemann, die zahlreich erschienenen Gäste, darunter Karl-Josef Laumann, den Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe. Der Minister, dem die Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen ein Herzensanliegen ist, war eigens zur Eröffnung angereist, um ein Grußwort zu sprechen.


Foto (LWL/BLB): Der Zusatzbau der Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe in Münster ist fertig.

LWL-Direktor Dr. Georg Lunemann betonte: "In der Pflege arbeiten die meisten Beschäftigten unserer Kliniken und weiteren Einrichtungen des LWL-Psychiatrieverbundes Westfalen. Unsere Akademien für Gesundheits- und Pflegeberufe dienen also der Versorgungssicherheit in Westfalen-Lippe und der Zukunftssicherung unserer Einrichtungen. Deshalb investieren wir in sie kräftig. Unser Ziel ist es, durch diesen Ausbau der Akademie in Münster die hohe Qualität der Ausbildung in den Pflegeberufen in Münster und Lengerich zu erhalten." 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte: "Ohne Ausbau der Ausbildungsplätze werden wir dem Fachkräftemangel nicht entgegenwirken können. Die Ausbildung ist immer noch das wirksamste Mittel, um mehr Fachkräfte zu gewinnen. Attraktive Ausbildungsstätten sind für Jugendliche ein Anziehungspunkt, ihren zukünftigen Beruf dort zu erlernen."

Oberbürgermeister Markus Lewe fügte hinzu: "Der Fachkräftemangel im Pflege- und Gesundheitssektor ist eine der zentralen Herausforderungen unserer Gesellschaft, auch für Münster! Wir brauchen gute Ideen und Ansatzpunkte, um die Ausbildung in diesem Bereich zu stärken. Der Zusatzbau der LWL-Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe ist in diesem Zusammenhang ein absoluter Mehrwert für unsere Stadt und die Region." 

Der Pflegedirektor der LWL-Klinik Münster, Michael Lison, und die Leiterin der Akademie, Natalie Große-Maestrup, freuen sich über den Neubau und betonten, dass durch das zusätzliche Raumangebot in drei Hinsichten auf hochaktuelle und steigende Anforderungen reagiert werden könne. Zum einen werde dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegengewirkt. Zum anderen vermittele die LWL-Akademie besondere Kompetenzen für den Umgang mit psychischen und psychosozialen Problemen, deren Zunahme allgemein erwartet wird. Zudem werde eine deutliche Verbesserung der Lern- und Arbeitsatmosphäre für die Auszubildenden ermöglicht. 

Thomas Voß, Kaufmännischer Direktor der LWL-Kliniken Münster und Lengerich, betont: "Das neue, vom LWL-Bau- und Liegenschaftsbetrieb eingeschossig geplante Gebäude ist in enger Abstimmung zwischen dem LWL-BLB und den Verantwortlichen der LWL-Klinik Münster besonders nachhaltig gebaut worden. Die LWL-Klinik Münster hat die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen um erhebliche Eigenmittel ergänzt, so dass das Gebäude unter Beachtung der Kriterien des Goldstandards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) e.V. errichtet werden konnte." 

Der Bau wurde unter anderem in Holzrahmenbauweise mit Vollholzdecken und einer Lärchenholzfassade errichtet und hat ein begrüntes Flachdach sowie eine Photovoltaik-Anlage erhalten. Damit integriere sich das Gebäude in die seit vielen Jahren in der LWL-Klinik gelebte Nachhaltigkeitsstrategie, so Voß. Die LWL-Klinik Münster richtet sich bereits seit 1999 nach EMAS, dem Umweltmanagementsystem der Europäischen Union.

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