Foto (Alexianer): Während der Verabschiedung von Priv.-Doz. Dr. Ulrich Peitz (v.l.): Dr. Rüdiger Liersch, Frank Thörner-Tamm (Hauptgeschäftsführer Alexianer), Björn Hoffmann (Verbundgeschäftsführer Alexianer), Maik Büscher, Dr. Ulrich Peitz, Dr. Lucia Clara Peitz, Prof. Dr. Dirk Domagk und Dr. Heide Domagk.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Gnadenkirche und einer Feierstunde im Clemenshospital ist Priv.-Doz. Dr. Ulrich Peitz, langjähriger Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, in den Ruhestand verabschiedet worden. Zugleich wurde sein Nachfolger Prof. Dr. Dirk Domagk als neuer Chefarzt an der Klinik der Alexianer begrüßt. Den Auftakt bildete der Gottesdienst, gestaltet von dem Pastoralreferenten und Klinikseelsorger Klaus Hammelbeck, Pfarrer Arndt Menze und Klinikseelsorger Frank Schüssleder. In seiner Predigt fand Schüssleder ein ungewöhnliches Bild: „Gott ist ein Endoskopiker – im Dunkeln zündet er ein Licht an, um zu erkennen, was an uns zu heilen ist.“ Er dankte Peitz auch im Namen vieler ehemaliger Patientinnen und Patienten. Bei der anschließenden Feierstunde würdigte Regionalgeschäftsführer Maik Büscher Peitz’ Wirken als „prägende Ära“. Er habe medizinische Spitzenleistung mit menschlicher Nähe verbunden, Teams aufgebaut, Talente gefördert und stets die Patientinnen und Patienten im Blick behalten. Sein Nachfolger übernehme eine hervorragend aufgestellte Abteilung.
Auch Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, erinnerte an die gemeinsame Zeit seit 2006. Er hob Peitz’ wissenschaftliche Bedeutung und sein Engagement in Fachgesellschaften hervor. Gemeinsam bauten sie unter anderem das Darmkrebs- und das Bauchspeicheldrüsenzentrum auf. Zudem betonte Hoffmann die enge Zusammenarbeit beider Disziplinen und Peitz’ Rolle bei der Einführung neuer Technologien. In seiner Abschiedsrede dankte Peitz neben den ärztlichen Kolleginnen und Kollegen insbesondere der Pflege, dem Sozialdienst, dem Qualitätsmanagement, seinem Sekretariat sowie weiteren Abteilungen. Ein besonderer Dank galt seiner Familie. Mit einem Augenzwinkern bat er, weiterhin über Entwicklungen am Clemenshospital informiert zu werden: „Löschen Sie nicht sofort meine Nummer aus Ihren Telefonen, sondern halten Sie mich bitte auf dem Laufenden.“ Langanhaltender Applaus begleitete seine Worte. Mit Blick in die Zukunft begrüßte der Ärztliche Direktor Priv.-Doz. Dr. Rüdiger Liersch den neuen Chefarzt. Domagk verfüge über hohe internationale Expertise und werde insbesondere den onkologischen Schwerpunkt innerhalb der „Münsteraner Allianz gegen Krebs – MAgKs“ weiter ausbauen, ebenso die Sonographie, etwa durch den Einsatz von KI.
Zur Person
Priv.-Doz. Dr. med. Ulrich Peitz, geboren 1959 in Arnsberg, ist ein profilierter Gastroenterologe in Nordrhein-Westfalen. Er studierte Medizin in Münster und Freiburg und promovierte 1985 über den Zusammenhang von Cadmium und arterieller Hypertonie. Seine klinische Laufbahn begann am Elisabeth-Krankenhaus Essen, wo er bis 1997 als Assistenz- und Oberarzt tätig war und sich in Innerer Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie spezialisierte. 1991 erhielt er die Facharztanerkennung für Innere Medizin, 1998 folgte die für Gastroenterologie.
Von 1997 bis 2006 arbeitete Peitz als Oberarzt an der Universität Magdeburg. Dort habilitierte er sich 2005 mit einer Arbeit zu entzündlichen Veränderungen am ösophagogastralen Übergang, insbesondere im Zusammenhang mit Refluxkrankheit und Helicobacter pylori. Seit 2006 war er Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie an der Raphaelsklinik, mit dem Wechsel der Abteilung an das Clemenshospital 2023 setzte er seine Chefarzttätigkeit dort fort. Zudem engagierte er sich in führenden Positionen gastroenterologischer Fachgesellschaften und wirkt seit Jahren an Leitlinien zur Behandlung von Helicobacter-pylori-Infektionen und Ulkuserkrankungen mit.











