Foto (Michael Lyra): Szenefoto aus "Internat"
Irgendwo im Osten der Ukraine soll der Lehrer Pascha seinen 13-jährigen Neffen Sascha aus dem Internat am anderen Ende der Stadt nach Hause holen, denn nun, 2014, ist die Gegend unwillkürlich mitten ins Kriegsgeschehen geraten.
Durch den Ort zu kommen, in dem das zivile Leben zusammengebrochen ist, dauert einen ganzen Tag, der Heimweg wird regelrecht zur Prüfung. Onkel und Neffe geraten in die unmittelbare Nähe der Kampfhandlungen. Sie nähern sich in der apokalyptischen urbanen Landschaft aneinander an. Pascha lernt zwischen ratternden Maschinengewehren und herrenlosen Hunden, dass er eine Haltung zu den Besatzern und paramilitärischen Trupps entwickeln könnte – die Begegnung mit dem jungen Sascha bewegt etwas in ihm.
In Bildern von enormer Eindringlichkeit schildert Serhij Zhadan, wie sich die vertraute Umgebung in ein unheimliches Territorium verwandelt. Im Juni 2022 wurde ihm der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen. Der Regisseur Moritz Sostmann wird diese Geschichte mit Schauspieler*innen und Puppen auf die Bühne bringen.












