17. Juni 2021 / Kunst & Kultur

Kleine Gartenkonzerte im Johannes-Hospiz

„Blues Jam Session mit Matt Walsh“

Matt Walsh

Foto: Matt Walsh (2.v.re.) und seine Musikerkollegen haben einen Sonntagnachmittag im Johannes-Hospiz zu einem besonderen Erlebnis gemacht


Mit einer Blues Jam Session begann am vergangenen Sonntagnachmittag unsere Reihe der „Kleinen Gartenkonzerte“ für die Bewohner des Johannes-Hospizes. „Jam Session“ heißt: es gibt immer den Überraschungsmoment, wer „mit von der Partie“ ist. Bei dieser Session waren es: Matt Walsh (Gesang, Mundharmonika, Saxophon), Tomi Basso (Bassgitarre), Franz Weingarten (Gitarre) und Thomas Iselt (Cajon). In Münster sind Matt Walsh und seine Musikerkollegen bekannt durch ihre Auftritte am „Jam Session - Dienstagabend“ im BuVo am Alten Steinweg.

Die vier Musiker nahmen ihre ZuhörerInnen mit auf einen kleinen musikalischen Sonntagsausflug mit „Blues der feinen Art“. Frontman Matt Walsh, geboren in Irland, lebt seit vielen Jahren in Münster. Was ihn und seine Musik ausmacht, sind eher die sanften, leicht rauchig klingenden Töne. Neben der Mundharmonika ist es das Saxofon, das Matt virtuos zu spielen weiß – in dieser Session perfekt unterstützt durch Bass, Gitarre und Cajon der drei Musikerkollegen. Der gefühlvolle Sound des Blues berührte alle Zuhörer/-innen sehr.

Interessant ist die Geschichte, wie es zu diesem Auftritt kam: Frieda, die Bewohnerin eines Hospizes in Bielefeld, nahm als Musikerin früher oft selbst mit ihrem (bereits verstorbenen) Ehemann an Jam Sessions in der Bielefelder Szene teil. Als sie schwer erkrankte sprach sie mit einem Freund darüber, wie schön es wäre, wenn 

die ehemaligen Musiker-Kolleginnen und -Kollegen auf ihrer Beerdigung spielen könnten. Diese fragten sich: warum erfreuen wir Frieda nicht schon zu Lebzeiten. Und so brachten sie der überraschten Frieda spontan ein Ständchen Ihres Lieblingsstücks „Albatross“ (Frieda war früher auch Segelfliegerin…) im Garten  des Hospizes.

Dieses Ständchen berührte auch die Musiker. Beide Seiten hatten das Gefühl, „beschenkt“ worden zu sein. Daraus entwickelte sich die Idee, mit solchen kleinen Ständchen oder Konzerten mehr Menschen, die in Hospizen oder Seniorenheimen leben, eine Freude zu machen. Und so kam es am Sonntagnachmittag zu der kleinen Blues Jam Session im Garten des Johannes-Hospiz. 

Und wer am Sonntagnachmittag in die Augen der Musiker und der Bewohner/-innen schaute, konnte auch hier sehen: jeder von ihnen wurde beschenkt. Auch das Johannes-Hospiz freut sich über die Möglichkeit der kleinen Gartenkonzerte nach langen Monaten der Coronapandemie. Weitere Gartenkonzerte sind im Juli und August geplant. Das Johannes-Hospiz freut sich auch über Ihre Unterstützung für dieses Projekt. Ihre Spenden unter dem Stichwort „Kleine Gartenkonzerte“ sind herzlich willkommen.

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