21. September 2026 / Kinder & Familie

Kinderrechtefest 2026 begeistert tausende Kinder im Südpark

Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher feierten gemeinsam das fünfte Kinderrechtefest des Kinderschutzbundes Münster.

Veröffentlicht am 21. September 2026 um 15:03 Uhr

Fotos: Anna Hünker


Kinderlachen, Musik und ein starkes Zeichen für die Rechte junger Menschen: Zum Weltkindertag verwandelte sich der Südpark am Samstag erneut in einen lebendigen Treffpunkt für Kinder, Familien und alle, die sich für Kinderrechte einsetzen. Rund 10.000 Besucherinnen und Besucher feierten gemeinsam das fünfte Kinderrechtefest des Kinderschutzbundes Münster und machten deutlich, wie wichtig Kinderrechte für das Zusammenleben in unserer Stadt sind.

Mehr als 60 Vereine, Institutionen und Organisationen gestalteten ein vielfältiges Programm mit Spiel-, Sport- und Kreativangeboten. Auf dem gesamten Gelände konnten Kinder kostenfrei entdecken, experimentieren, klettern, basteln und spielen. Hüpfburgen, Bewegungsangebote, Ballonkünstler, Zauberei und zahlreiche Mitmachaktionen sorgten für einen Nachmittag voller Freude, Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse.

Kinderrechte zum Anfassen und Mitmachen
Dabei standen nicht nur Spaß und Unterhaltung im Mittelpunkt. An vielen Stationen wurden Kinderrechte erlebbar gemacht und Themen wie Beteiligung, Schutz, Bildung, Demokratieverständnis, Freizeit und Chancengerechtigkeit auf kreative und verständliche Weise vermittelt.

„Kinderrechte werden besonders dann sichtbar, wenn Kinder sie selbst erleben dürfen. Genau das ist uns heute gelungen“, resümierte Geschäftsführer Torben Oberhellmann. „Das Kinderrechtefest zeigt eindrucksvoll, wie viele Menschen, Institutionen und Unternehmen sich in Münster gemeinsam für Kinderrechte, Demokratie und ein gutes Aufwachsen aller Kinder engagieren.“

Begeisterung auf der Bühne
Beste Unterhaltung und starke Botschaften bot das Bühnenprogramm des Kinderrechtefestes. Moderator André Gatzke führte mit viel Humor und Herzlichkeit durch den Tag. Gemeinsam mit der beliebten WDR Maus sorgte er für zahlreiche Begegnungen und unvergessliche Momente bei den jungen Besucherinnen und Besuchern.

Ein emotionaler Höhepunkt war das Konzert mit der Weltpremiere des neuen Kinderrechte-Songs „Diese eine Welt“ der Münsteraner Sängerin Corinna Bilke. Gemeinsam mit den Kindern der Klasse 4a der Martin-Luther-Schule brachte sie diesen und zwei weitere Songs auf die Bühne. Was als Konzert begann, entwickelte sich schnell zu einem gemeinsamen Fest: Hunderte Kinder und Erwachsene sangen, klatschten und tanzten mit und verliehen den Botschaften der Kinderrechte ihre ganz eigene Stimme. „Es war wunderschön zu erleben, welch Stärke und Kraft das gemeinsame Singen hat und was es bewirken kann. Es war unglaublich, den Zusammenhalt zu spüren und dass wir gemeinsam etwas bewirken können. Wenn Kinder von ihren Rechten singen, dann fehlen mir die Worte“, sagte Bilke nach ihrem Auftritt.

Besonders erfreulich war auch die barriereärmere Gestaltung des Bühnenprogramms. Bei ausgewählten Programmpunkten unterstützte eine Gebärdendolmetscherin die Darbietungen und ermöglichte so mehr Teilhabe für alle Besucherinnen und Besucher.

Kinder im direkten Austausch mit dem Oberbürgermeister
Ein besonderer Ort der Begegnung war die Kindersprechstunde mit Oberbürgermeister Tilman Fuchs am Stand des Kinderschutzbundes. Hier hatten Kinder das Wort: Sie schilderten ihre Wünsche für Münster, stellten Fragen und brachten ihre Ideen für eine kinderfreundliche Stadt ein. Die Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie klar Kinder ihre Umwelt wahrnehmen und wie wichtig ihnen Themen wie Sicherheit, Bildung, Freizeitangebote und Mitbestimmung sind. 

„Kinder zeigen uns oft mit großer Offenheit, was ihnen wichtig ist und wo sie sich Veränderungen wünschen. Mich beeindruckt immer wieder, wie aufmerksam sie ihre Stadt wahrnehmen. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zuzuhören, ihre Anliegen ernst und ihre Perspektive einzunehmen.  Gemeinsam müssen wir dafür zu sorgen, dass Münster ein Ort bleibt, an dem sich alle Kinder wohl und sicher fühlen,“ betonte Fuchs.

Ein Fest getragen von Gemeinschaft
Möglich wurde das Kinderrechtefest erneut durch die Unterstützung zahlreicher Partnerinnen und Partner, Förderer, Sponsoren sowie vieler ehrenamtlich Engagierter. Während des gesamten Tages standen zudem Helferinnen und Helfer auf dem Gelände als Ansprechpersonen für Kinder und Familien bereit und sorgten dafür, dass sich alle Gäste willkommen und sicher fühlen konnten.

„Ein Fest dieser Größenordnung lebt vom Engagement vieler Menschen“, sagte Anna Hünker aus dem Organisationsteam. „Wir danken allen Beteiligten, die mit ihrem Einsatz dazu beigetragen haben, diesen besonderen Tag möglich zu machen. Gemeinsam haben wir gezeigt, wie stark Münster zusammensteht, wenn es um Kinder und ihre Rechte geht.“

Wie sehr das Fest bei den Kindern ankam, zeigte die Aussage eines jungen Besuchers:
„Dieser Tag ist tatsächlich nur für uns Kinder. Das ist das Tollste!“

Ein starkes Signal für Kinderrechte
Am Ende des Tages waren sich Veranstalter, Mitwirkende und Besucherinnen und Besucher einig: Das Kinderrechtefest 2026 war weit mehr als ein Familienfest. Es machte Kinderrechte sichtbar, schuf Begegnungen und gab Kindern Raum, gehört zu werden.

Der Kinderschutzbund Münster bedankt sich bei allen Gästen, Unterstützenden und Mitwirkenden für einen gelungenen Tag im Zeichen der Kinderrechte.

Ob das Kinderrechtefest im Jahr 2027 erneut stattfinden wird, ist derzeit noch offen. „Eine Veranstaltung dieser Größenordnung ist jedes Jahr mit einem erheblichen organisatorischen, personellen und finanziellen Aufwand verbunden. Gleichzeitig feiern wir im kommenden Jahr das 50-jährige Bestehen des Kinderschutzbundes Münster“, erklärt Torben Oberhellmann, Geschäftsführer vom Kinderschutzbund Münster. „Deshalb werden wir in den kommenden Monaten prüfen, welche Formate wir im Jubiläumsjahr umsetzen können, um Kinderrechte in Münster weiterhin sichtbar und erlebbar zu machen.“

Fest steht jedoch schon heute: Das Kinderrechtefest 2026 hat erneut gezeigt, wie groß das Interesse an Kinderrechten ist und wie viele Menschen bereit sind, sich gemeinsam für Kinder und ihre Zukunft stark zu machen.

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