27. Januar 2021 / Allgemein

Kanalpromenade: Vorarbeiten für Ausbau entlang Industriegebiet Loddenheide

Arbeiten zur Verbreiterung der Promenade ab Sommer

Kanalpromenade

Abbildung (Stadt Münster): Visualisierung der Kanalpromenade entlang des Industriegebietes Loddenheide.


Das Fahrrad-Infrastrukturprojekt "Kanalpromenade" der Stadt Münster schreitet weiter zügig voran. Anfang Februar beginnen die Vorarbeiten für die Verbreiterung, Asphaltierung und Beleuchtung des kanalbegleitenden Weges zwischen Ballonstartplatz und Asphaltmischwerk (Abschnitt 4).
Der Wegebau beginnt planmäßig zwar erst im Sommer. Die vorbereitenden Rodungsarbeiten müssen im Sinne des Vogelschutzes jedoch bereits im Februar erfolgen. Für die entfernten Bäume und Heckenbestandteile sind Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Das Amt für Mobilität und Tiefbau lässt an anderer Stelle neue Bäume pflanzen.

Die Zählstelle südlich des Abschnitts auf Höhe des Ballonstartplatzes verzeichnet durchschnittlich rund 900 Radfahrende pro Tag, Tendenz steigend. Der bereits jetzt intensiv von Radfahrenden, Fußgängerinnen und Fußgängern oder Joggerinnen und Joggern genutzte Weg ist wegen der beschädigten Oberfläche aktuell nicht nur schlecht befahrbar, sondern auch deutlich zu schmal. An Wochenenden kann der Weg die Vielzahl der Nutzerinnen und Nutzer kaum aufnehmen. In der morgendlichen und abendlichen Rush-Hour während der Woche wird dieser Abschnitt schon jetzt zum Nadelöhr für Pendlerinnen und Pendler.  

Darum hatte der Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen im vergangenen August beschlossen, den etwa 800 Meter langen Abschnitt in Absprache mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine (WSA) fahrradtauglich auszubauen.

Die örtlichen Gegebenheiten unterscheiden sich in diesem Abschnitt jedoch maßgeblich von den meisten anderen Teilen der Kanalpromenade. Der Weg zwischen Kanal und Industriegebiet Loddenheide ist auf der einen Seite von einer Baumreihe, auf der anderen Seite von einer Hecke eingefasst. Um den Weg für Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger komfortabel ausbauen zu können und ihn im Alltag sicher nutzbar zu machen, muss der Bewuchs auf einer Seite entfernt werden. Im Abwägungsprozess mit dem Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit sowie den Naturschutzverbänden NABU und BUND fand sich der Kompromiss, dass abschnittsweise unterschiedlich mit dem Grünbestand umgegangen wird.

Im südlichen Teil des Abschnittes (rund 450 Meter) wird die teilweise mit der so genannten Eschenkrankheit befallenen Baumreihe ab 1. Februar gefällt. Im nördlichen Teil (rund 300 Meter) hingegen befinden sich rund 60 Jahre alte Bäume in gutem Zustand, die erhalten bleiben sollen. Darum wird dort die Hecke entfernt. Damit die Baumreihe erhalten bleiben kann, wird der Weg mit Hilfe einer sogenannten Winkelstütze und einem hierauf angebrachten Geländer zum Kanal hin verbreitert.

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