9. August 2019 / Fit & Gesund

Immer ein offenes Ohr für die Fragen der Patienten

Elfriede Korn geht mit 81 Jahren in den Ruhestand

Elfriede Korn

Foto (Michael Bührke): Elfriede Korn (m.) wurde im Rahmen des regelmäßig stattfindenden Gruppentreffens an jedem zweiten Mittwoch im Monat in der Raphaelsklinik verabschiedet. Unter den Gratulanten waren Olaf Hagedorn, Hildegard Schulte-Peine, der Gruppensprecher der Deutschen ILCO Münster, Willy Nordhoff und Ludger Fliß (v. l.)


In jedem Jahr erhalten rund 60.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Darmkrebs. Danach beginnt für die Betroffenen ein Weg, der oft Fragen aufwirft, für deren Beantwortung im Krankenhaus oder in der Arztpraxis mitunter die Zeit oder die richtigen Ansprechpartner fehlen. In diesem Moment schlägt unter anderem die Stunde der Selbsthilfegruppen wie die der Deutschen ILCO e.V., die sich mit allen Beteiligten eines therapeutischen Teams um die Belange von Menschen mit Darmkrebs oder einem künstlichen Darmausgang (Stoma) und deren Angehörige kümmern. Seit 17 Jahren ist Elfriede „Elfi“ Korn von der ILCO bereits in der Raphaelsklinik als Ansprechpartnerin für die Fragen der Patienten vor Ort und hat die Gründung des Darmkrebszentrums vor zehn Jahren begleitet.

„Ich habe selber seit 26 Jahren ein Stoma und weiß, wie man sich damit fühlt“, skizziert die 81-Jährige einen der Vorteile, den das Gespräch mit einem Vertreter der Selbsthilfegruppe hat. Dabei waren die Anfänge im Jahr 2002 eher holperig: „Viele Krankenhäuser wollten keinen Besuchsdienst. Sie wollten wohl nicht, dass Außenstehende ihnen in die Karten schauen“, vermutet Korn verschmitzt. In der Raphaelsklinik traf sie damals auf den Krankenpfleger Olaf Hagedorn, der eine spezielle Weiterbildung zum Pflegeexperten für Patienten mit einem künstlichen Darmausgang absolviert hat. „Die Zusammenarbeit mit Olaf war von Anfang an sehr gut“, erinnert sich Elfi Korn. Auch mit dem Ärzteteam der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie unter der Leitung des Chefarztes Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann habe sie mit ihren Anliegen immer ein offenes Ohr gefunden.

Jetzt beendet Elfi Korn aus Altersgründen die Gruppenleitung sowie den Besuchsdienst der Deutschen ILCO, weiß diese Tätigkeit aber auf zukünftig in guten Händen: „Die Aufgabe des Besuchsdienstes vor Ort wird von Hildegard Schulte-Peine und Ludger Fliß übernommen, die ebenfalls beide Betroffene sind und genau wissen, welche Fragen die Patienten bewegen“.

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