2. August 2025 / Politik

HWK macht sich bei Grünen für Betriebe stark

Fokus auf Technologieoffenheit, Bürokratieabbau und Fachkräfteintegration

Foto: Sylvia Rietenberg, MbB und Dr. Robin Korte, MdL (M.) suchten das Gespräch übers Handwerk. In der HWK Münster wurden sie von Hauptgeschäftsführer Thomas Banasiewicz (l.) und Geschäftsführer Markus Hartmann (r.) begrüßt.


Die Handwerkskammer (HWK) Münster hat die Abgeordneten Sylvia Rietenberg, MbB und Dr. Robin Korte, MdL des Kreisverbandes Münster von Bündnis 90/Die Grünen zum Austausch empfangen. Im Mittelpunkt standen zentrale Zukunftsthemen: kommunale Wärmeplanung, Verpackungssteuer, Fachkräftesicherung und Bürokratieabbau. 

Die HWK forderte eine technologieoffene kommunale Wärmeplanung. „Betriebe und Bürger brauchen Wahlfreiheit“, unterstrich HWK-Präsident Jürgen Kroos. Viele hätten bereits eigene Lösungen umgesetzt, eine Pflicht zur Fernwärme-Anbindung lehne man ab. Kritisch äußerte sich die HWK zur geplanten Verpackungssteuer: „Hohe Kontroll- und Bürokratiekosten, fehlende Mehrwegkonzepte und kommunale Unterschiede sind eine enorme Belastung. Es entsteht der Eindruck, dass Einnahmen im Vordergrund stehen“, hieß es.

Weitere Themen waren Flächenentwicklung und die von der Stadt geplanten Münster Modell Quartiere. Die HWK sei dankbar für die angedachte Einbindung des Handwerks, wies aber auf die Notwendigkeit von Anlieferungs- und Wendemöglichkeiten sowie Parkplätzen in der Detailplanung hin. Zudem forderte die Kammer Entlastungen bei der Stromsteuer sowie einen konsequenten Bürokratieabbau.

Auch die Fachkräftesicherung nahm breiten Raum ein. Kroos begrüßte den Ansatz der Grünen, akademische und berufliche Bildung gleichwertig zu fördern, was einer langen Forderung des Handwerks entspreche. Diskutiert wurden die Integration schwervermittelbarer Arbeitskräfte und die Anerkennung ausländischer Berufserfahrungen. „Wir können uns keine Abschottung des Arbeitsmarktes leisten“, betonte Kroos. Praktika, ein „Freiwilliges Handwerkerjahr“ und Kooperationen im sozialen Bereich könnten neue Wege eröffnen. Die Gesprächspartner waren sich einig über das Ansinnen, mehr Frauen fürs Handwerk zu gewinnen und sehen Handlungsbedarf bei der Verbesserung des Mutterschutzes und der sozialen Absicherung von schwangeren Selbständigen.

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