15. Juni 2025 / Natur & Umwelt

Hummeln, Bienen und Co beobachten

Aufruf zum Melden von Insekten

Foto (Jan Ole Kriegs): Im Gegensatz zu vielen anderen Faltern aus der Familie der Bläulinge, sind beim Kleinen Feuerfalter beide Geschlechter gleich gefärbt.


Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um in Münster die aktiven Insekten zu beobachten und bei Observation.org oder in der App "ObsIdentify" zu melden. Deshalb rufen das LWL-Museum für Naturkunde in Münster des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) zusammen mit der Naturbeobachtungsplattform Observation.org und den regionalen Partnern zur Beteiligung an der "Arten-Olympiade 2025"auf. Alle Interessierten können mitmachen und über das gesamte Jahr hinweg die Hummeln, Bienen und Co., sowie andere Tiere, Pflanzen und Pilze beobachten.

Insekten sammeln Nektar und Pollen von Blütenpflanzen und bestäuben durch ihre Berührungen das weibliche Blütenorgan mit den gesammelten Pollen. Beim Besuchen der Blüten können sie gut beobachtet, fotografiert und gemeldet werden.

In tropischen Regionen benötigen über 70 Prozent der über 1.300 Feldfrüchte Bestäubung durch Insekten. In Europa werden sogar 85 Prozent der über 260 angebauten Feldfrüchte durch Insekten bestäubt. Bedeutend sind dabei Wildbienen, aber auch Schmetterlinge, Schwebfliegen, Wespen oder Käfer. Sie alle tragen zur Bestäubung bei.

Da rund 50 Prozent der Fläche der Bundesrepublik Deutschland landwirtschaftlich genutzt werden, kommt der Landwirtschaft eine bedeutende Rolle für die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu, von der sie selbst enorm profitiert. Man weiß jedoch, dass der hohe Pestizid- und Düngereinsatz und das Verschwinden von wertvollen Strukturen wie Hecken, Graswegen, Feldrändern und Baumreihen in der intensiven Agrarlandschaft für einen Rückgang der biologischen Vielfalt verantwortlich sind. In Europa sind bereits neun Prozent aller Schmetterlinge und Wildbienen bedroht, ihre Populationen weisen Bestandsrückgänge von über 30 Prozent auf, in Deutschland sind sogar über 50 Prozent dieser Arten im Bestand gefährdet.

Das zeigt, wie wichtig es ist, die Bestäuber zu erforschen, Veränderungen in ihrem Vorkommen zu verstehen und in Zusammenhang zu Landnutzung und Klimawandel zu setzen. Durch die Beteiligung an der Arten-Olympiade können alle naturkundlich interessierten Laien durch das bürgerwissenschaftliche Portal Observation.org zur Erforschung der biologischen Vielfalt beitragen, indem sie ihre Beobachtungen auf der internationalen Plattform speichern. Die gesammelten Daten werden für die Forschung und den Naturschutz genutzt. Dazu kann man seine Beobachtungen ganz einfach bei Observation.org speichern oder die App ObsIdentify oder Observation benutzen. Durch die automatische Foto-Bestimmungsfunktion der Apps, kann jeder teilnehmen, auch ohne Artenkenntnis.

Am 28. Juni, 4., und 19. Juli sowie am 23. August können Interessierte beim Nachtleuchten im Rahmen der "Artenakademie" gemeinsam beobachten. Die Artenakademie findet statt Dank einer Spende der Stiftung der Sparda-Bank Münster.

Mehr Informationen zur Artenakademie stehen auf der folgenden Website bereit: https://www.artenakademie.lwl.org

Für Interessierte stehen Informationen zu dem Bioblitz-Projekt "Arten-Olympiade 2025" auf der Website bereit: https://www.arten-olympiade.lwl.org und https://www.bioblitze.lwl.org

Interessierte finden die Ergebnisse der Bioblitze 2025 innerhalb Deutschlands hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2025/?

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