26. Juni 2026 / Natur & Umwelt

Hinweise helfen bei Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus

Pflanzen-Fundorte beim Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit melden / Hautkontakt kann Verbrennungen verursachen

Foto (Stadt Münster): Beeindruckend, aber gefährlich: der Riesen-Bärenklau. Damit sich die Pflanze nicht weiter verbreitet, sollten Blütenstande vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden.


Die Stadt Münster bittet die Bevölkerung um Unterstützung bei der Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus. Wer die Pflanze entdeckt, sollte den Fundort möglichst genau – idealerweise mit Foto – an das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit melden (E-Mail: Artenschutz@stadt-muenster.de). Eigene Beseitigungsversuche sollten nur mit geeigneter Schutzkleidung erfolgen.

Der Saft des Riesen-Bärenklaus kann in Verbindung mit Sonnenlicht auf der Haut schwere Reaktionen mit Verbrennungen, Schwellungen und Blasen verursachen. Für die heimische Flora ist die Pflanze ebenfalls problematisch: Sie verdrängt andere Arten. Der Riesen-Bärenklau, auch Herkulesstaude genannt, kann bis zu vier Meter hoch werden und trägt große weiße Blütendolden. Der behaarte Stängel weist häufig rötlich-lila Flecken auf.

Besonders an Ufern und Wegesrändern verbreitet
Besonders häufig kommt der Riesen-Bärenklau an Ufern von Angel, Werse und Aa sowie an Straßen- und Wegesrändern vor. Die Stadt bittet insbesondere Anliegerinnen und Anlieger sowie Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer um Unterstützung, da viele Uferbereiche nur schwer zugänglich sind.

Beim Entfernen der Pflanzen aus dem eigenen Garten ist besondere Vorsicht geboten. Bereits bei geringem Kontakt sollte die Haut geschützt werden. Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit empfiehlt daher das Tragen von Handschuhen sowie langärmliger Kleidung und langer Hosen. Die Arbeiten sollten zudem möglichst nicht bei direkter Sonneneinstrahlung erfolgen.

Wichtig ist, den Riesen-Bärenklau vor der Samenbildung zu beseitigen. Ideal ist es, die Pflanze vollständig auszustechen, bevor sich Blütenstände entwickeln. Ist dies nicht mehr möglich, sollte zumindest der Blütenstand kurz vor der Samenreife entfernt und im Restmüll entsorgt werden – nicht auf dem Kompost, da sich dort Samen bilden und die Pflanze sich erneut verbreiten kann.

Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit bekämpft die Ausbreitung der Herkulesstaude gemeinsam mit dem städtischen Tiefbauamt seit 2006. Grundlage ist eine laufend aktualisierte Standortkarte. In einigen Bereichen konnte die Pflanze bereits zurückgedrängt werden, an anderen Stellen tritt sie erneut auf – meist in der Nähe früherer Vorkommen.

Meistgelesene Artikel

Münster wird zum Herzstück der europäischen Batterieproduktion
Wirtschaft & Finanzen

Mehr als 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treiben in der „FFB PreFab“ bereits die industrienahe Fertigung von Batteriezellen voran.

weiterlesen...
Neue Radservicestation am Ludgeriplatz
Allgemein

Luftpumpe und Werkzeug stehen kostenlos zur Verfügung / Haus der Nachhaltigkeit übernimmt Instandhaltung

weiterlesen...
Paläoaquarium macht Urzeit-Meere digital erlebbar
Bildung & Wissenschaft

Spende der Sparkasse Münsterland Ost ermöglicht neuen Höhepunkt für Ausstellung im LWL-Museum für Naturkunde

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nur jede und jeder Zehnte nutzt gar keine Emojis
Aus aller Welt

Lachen, Herzen, Zwinkern: Emojis werden in Chats häufig benutzt. Die Gen-Z sendet sie fast immer, Boomer tun es seltener. Viele sind unsicher, was manche bedeuten. Eine aktuelle Bitkom-Umfrage dazu.

weiterlesen...
Wegen Hitze und Trockenheit Debatte um Wasserverbrauch
Aus aller Welt

Einfach mal die Blumen gießen? In Teilen Europas ist das nicht mehr so einfach. In Deutschland wächst die Debatte über den Umgang mit knappem Wasser.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

"überLeben zwischen Dinos und Schuppenbäumen"
Natur & Umwelt

Paläontologische Landesausstellung im LWL-Museum für Naturkunde eröffnet

weiterlesen...
Weißstorch im Allwetterzoo Münster erreicht enorm hohes Alter
Natur & Umwelt

Das erste freifliegende Paar hat sich 1996, also vor genau 30 Jahren, im Allwetterzoo angesiedelt.

weiterlesen...