Foto (LWL/Leckelt-Hüls): Robert Bäumer gibt in seinem Vortrag im LWL-Museum für Naturkunde Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt des Oberkarbon.
Ausgedehnte Sumpf- und Regenwälder prägten einst das Landschaftsbild der Erde. Robert Bäumer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zeigt am Donnerstag (12.3.) um 19 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, wie diese "Grünen Giganten" aussahen und welche Pflanzen und Tiere in ihrem Schatten lebten.
Als Teil einer dreiteiligen Vortragsreihe im Rahmen des Voreröffnungsprogramms bereitet der Vortrag "Grüne Giganten" auf die Rückkehr der Dinosaurier in das LWL-Museum für Naturkunde im Sommer vor. Bäumer vermittelt in seinem Auftaktvortrag die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt vor 300 Millionen Jahren. In den kommenden Monaten folgen weitere Vorträge der Reihe. Der Eintritt ist frei, ein kostenfreies Ticket ist erforderlich.
Im Oberkarbon prägten ausgeprägte Sumpf- und Regenwälder das Landschaftsbild der Erde. Dominiert von baumartigen Bärlappgewächsen, Schachtelhalmen und Baumfarnen - allesamt Pflanzen, die wir heutzutage mit bodennahem, krautigem Wachstum assoziieren - waren diese Wälder der Grund für die heutigen Kohlevorkommen aus der Karbonzeit.
Der Vortrag führt anhand von Funden der ehemaligen Grabung Hagen-Vorhalle und Funden vom Piesberg bei Osnabrück in eine Zeit, in der zahlreiche Neuerungen in der Pflanzenwelt entstanden und vielseitige Pflanzenfossilien Zeugen einer diversen Flora sind. Außerdem werden die Funde von diversen Gliederfüßern beider Fundstellen gezeigt, die jeweils Funde von Weltrang repräsentieren.
Robert Bäumer ist Paläontologe und in der paläontologischen Bodendenkmalpflege im LWL-Museum für Naturkunde tätig. Er kümmert sich zudem um die Erforschung des Fossilienbestands in Westfalen-Lippe.
Kostenfreie Tickets: https://www.tickets.lwl.org












