7. November 2025 / Polizeimeldungen

Gemeinsam stark bei sicherheitsrelevanter Zusammenarbeit

Zweite Sicherheitskonferenz 2025 im Polizeipräsidium Münster

Foto (Polizei Münster): Gruppenfoto der 2. Sicherheitskonferenz 2025.

Krieg in Europa, Sabotage, Spionage - Themen, die längst nicht mehr nur in sicherheitspolitischen Analysen auf Bundesebene vorkommen, sondern konkrete Herausforderungen auch vor Ort darstellen. Um diesen Bedrohungen auch hier bei uns in Münster gemeinsam zu begegnen, hat die Polizei Münster am Donnerstag (30.10.) zur zweiten Sicherheitskonferenz 2025 eingeladen.

In diesem Gremium treffen sich Polizei, Stadt Münster, Bundeswehr, Bezirksregierung, Zoll, Justizbehörden, Bundespolizei sowie das Landesamt für die Bekämpfung von Finanzkriminalität, um über aktuelle sicherheitsrelevante Entwicklungen und neue Formen der Zusammenarbeit zu beraten.

"Die Auswirkungen der globalen Sicherheitslage auf die Zusammenarbeit vor Ort hat diesem Gremium eine neue Bedeutung verliehen. Gemeinsam mit allen relevanten Sicherheitsbehörden beraten wir hier die konkreten Arbeitsaufträge der Beteiligten. Themen wie Zivile Verteidigung, Bevölkerungs- und Katastrophenschutz, Cyber-Angriffe und Drohnenabwehr liegen in unterschiedlichen Zuständigkeiten, können aber in diesen Zeiten nur eng verzahnt bearbeitet werden. Genau das tun wir hier", so Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf.

Zivil-militärische Zusammenarbeit: Sicherheit gemeinsam denken
Angriffe auf kritische Infrastrukturen, gezielte Desinformationskampagnen, Spionage und Sabotage - all diese Phänomene machen deutlich: Es braucht eine hohe Sensibilität in Behörden, Institutionen und Wirtschaft, aber auch in der Bevölkerung.

Die Vorträge machten deutlich, dass auch Städte wie Münster nicht außerhalb solcher Bedrohungsszenarien stehen. Es wurde betont, wie wichtig es ist, aufmerksam zu bleiben und Beobachtungen konsequent an die Sicherheitsbehörden zu melden. Ziel vieler dieser Aktivitäten sei es, das Vertrauen in den Staat zu untergraben - dem müsse man mit Entschlossenheit und klaren Strukturen entgegentreten.

Stadt Münster: Katastrophenschutzbedarfsplan
Für die Stadt Münster stellte der Leiter der Feuerwehr, Gottfried Wingler-Scholz, den Katastrophenschutzbedarfsplan vor. "Ein wirksamer Schutz der Bevölkerung vor unterschiedlichen Gefahren ist aktueller denn je, denn die Themen hängen zusammen", so Wingler-Scholz. Ebenso deutlich wurde, dass große Schritte in der Umsetzung noch zu gehen sind. "Auch die eigene Vorbereitung der Bevölkerung ist enorm wichtig im Bevölkerungsschutz", so Wingler-Scholz weiter und verwies auf die Informationen des Bundesamtes für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. "Katastrophenschutz funktioniert nur, wenn staatliche, ehrenamtliche und gesellschaftliche Strukturen ineinandergreifen."

Fazit aller Beteiligten: es liegen große Aufgaben vor den Sicherheitsbehörden. Sie erfordern eine klare Priorisierung der Themen und gute Kooperationen. "Dafür ist eine kluge und verzahnte Strategie notwendig, um einen effektiven Schutz der Menschen auch in Münster sicherstellen zu können. Denn klar ist: die Umsetzung braucht Geschwindigkeit, Ressource, Haushaltsmittel und gemeinsame Übungen aller Beteiligten", so Alexandra Dorndorf.

Finanzermittlungen: Kriminalität über Ressortgrenzen hinweg bekämpfen
Ein weiterer Schwerpunkt der Konferenz lag auf der Bekämpfung der Finanzkriminalität. Eine Sachgebietsleiterin aus der Regionalabteilung Münsterland des Landesamts zur Bekämpfung der Finanzkriminalität stellte Wege vor, wie Informationen zwischen Behörden rechtssicher ausgetauscht werden können - etwa bei Steuerdelikten im Bereich Prostitution, Glücksspiel, Drogenhandel, Schwarzarbeit oder Geldwäsche.

Auch sie betonte die Bedeutung des integrativen Ansatzes: "Finanzkriminalität lässt sich nur gemeinsam bekämpfen. Dafür müssen unsere Mitarbeitenden die rechtlichen Möglichkeiten kennen, vollständig nutzen und bestehende Netzwerke ausbauen." Zwischen der Polizei und dem Landesamt besteht bereits eine enge Kooperation. Für eine noch engere Verzahnung wurde in der Sitzung ein Workshop konkret vereinbart.

Gemeinsame Botschaft: Aufmerksamkeit und Kooperation
Am Ende der Konferenz waren sich alle Teilnehmenden einig: "Sicherheit ist unsere gemeinsame Aufgabe. Wir müssen sensibel sein - als Behörden, als Wirtschaft, aber auch als Bürgerinnen und Bürger." Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf betonte zum Abschluss die Bedeutung der Konferenz: "Sicherheit ist gerade in diesen Zeiten Teamarbeit. Sie lebt von Vertrauen, Verbindung, Verantwortung. Das zeigt sich in Ergebnissen. Wir bleiben dran."

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