23. Mai 2024 / Politik

Für ein besseres Coerde: Oberbürgermeister besucht Melanchthonschule

Stadtteil-Untersuchung: Schülerinnen und Schüler stellen Markus Lewe Projekt-Ergebnisse vor

Lewe

Foto (Stadt Münster): Oberbürgermeister Markus Lewe tauschte sich mit Schülerinnen und Schülern der Melanchthonschule über den Stadtteil Coerde aus


Zu wenig Spielplätze, fehlende Tempobegrenzungen oder zu viel Müll? Dafür aber schattige Grünflächen, saubere Straßen und ruhige Plätze zum Verweilen: Schülerinnen und Schüler der Melanchthonschule in Coerde haben Oberbürgermeister Markus Lewe am Mittwoch, 22. Mai, Ergebnisse des Projektes "Stadtsache" überreicht und sowohl positive als auch negative Seiten ihres Stadtteils aufgezeigt.

"Den Kindern, die sich derart viele Gedanken um ihren Stadtteil und dessen Entwicklung hin zu einem besseren Ort machen, gebührt unser größter Respekt", sagte Lewe bei dem Termin in der Schule. "Gerade junge Menschen haben einen eigenen Blick auf vorhandene oder fehlende Angebote in ihrem Umfeld. Daher ist ein wesentlicher Bestandteil der Quartiersentwicklung in Coerde, die Bedürfnisse und Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen aufzugreifen und in unsere Planungen zu integrieren.

Freizeit, Sicherheit und Bildung im Fokus
Die Drittklässlerinnen und Drittklässler der Melanchthonschule hatten ihren Stadtteil an zwei Vormittagen untersucht. Mit Tablets sowie der #stadtsache-App nahmen die Kinder Coerde unter Gesichtspunkten wie Freizeit, Sicherheit, Bildung oder Kultur unter die Lupe. Ihre Eindrücke hielten sie auf Fotos und Zeichnungen sowie in Sprachaufnahmen fest. Am Ende kamen insgesamt 185 Beiträge zustande.

Wo befinden sich außerschulische Lernorte? Braucht es generationsübergreifende Treffpunkte? Welche Bedarfe haben Kinder und Jugendliche im Stadtteil: Der Blick der Kinder richtete sich vor dem Hintergrund dieser Fragen vor allem auf die zentralen Begegnungsstätten und Bildungseinrichtungen in Coerde. Die meisten, so eine Erkenntnis des Projektes, nehmen die Schule als sicheren Hafen und zweites Zuhause wahr. Gleichzeitig bestehe ein erhöhter Bedarf unter anderem an Spielplätzen, die ein sicheres Umfeld bieten, oder an gepflegten öffentlichen Toiletten.

Besonders negativ wirkt sich dem Projekt zufolge die fehlende Sauberkeit im Stadtteil auf das Wohlbefinden der Kinder aus. Gleichzeitig regen die Schülerinnen und Schüler ein Bildungsprogramm für Erwachsene an, um auf die Auswirkungen einer mangelnden Abfallentsorgung und für das Thema zu sensibilisieren.
Weitere Informationen sowie die Ergebnisse des Projektes "Stadtsache" gibt es online unter https://stadtsache.de/coerde/audiowalk.

Startschuss für ein lebenswerteres und sozialeres Coerde 
Vor rund einem Monat hatte die Stadt Münster den Startschuss für ein lebenswerteres und sozialeres Coerde der Zukunft gegeben. Bei den sogenannten Quartiersgesprächen "Coerde-Zukunft" waren Stadtspitze und Polizei mit den Akteurinnen und Akteuren sowie Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch gekommen. Die Beteiligten tauschten sich zu unterschiedlichen Themenfeldern wie Sicherheit, Ordnung, Ehrenamt, Gesundheitsversorgung, Wohnen, Freizeit, Kultur, Sport und Bewegung sowie Bildung und Betreuung aus.

In einem nächsten Schritt sollen die Inhalte und Vorschläge nun gebündelt werden, um mögliche Lösungen und Umsetzungen zu erarbeiten. Im verwaltungsinternen Arbeitskreis für Coerde haben sich bereits entsprechende Arbeitsgruppen gebildet, die sich mit den speziellen Fragestellungen auseinandersetzen. Darüber hinaus soll das Infomobil künftig die Menschen vor Ort regelmäßig über Entwicklungen und Neuigkeiten aus der Verwaltung informieren.

Weitere Informationen zu bisherigen und geplanten Quartiersgesprächen gibt es online unter www.muensterzukunft.de.

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