Fotos (Stadtmuseum Münster): Bei dem Bild der beiden Mädchen handelt es sich um eine Daguerreotypie von Friedrich Hundt. Es kann in einer speziell beleuchteten, historischen Vitrine im Stadtmuseum betrachtet werden.
Das Stadtmuseum Münster präsentiert Teile des Nachlasses von Friedrich Hundt, dem ersten Fotografen in Westfalen, in neuer Form: In einer speziell umgebauten, historischen Vitrine aus dem 19. Jahrhundert werden die empfindlichen, wertvollen Fotografien – darunter sechs besonders seltene Daguerreotypien – im zweiten Obergeschoss mit einer optimalen Beleuchtung präsentiert.
Daguerreotypien sind frühe fotografische Unikate auf versilberten Kupferplatten aus der Entstehungszeit der Fotografie. Der Begriff "Daguerreotypien" geht auf den Entwickler dieses fotografischen Verfahrens – Louis Daguerre (1787–1851) – zurück. 1839 wurde seine Technik erstmals einer breiten Öffentlichkeit in Paris vorgeführt und fand danach schnell weltweit Verbreitung. Da dieses technische Verfahren nur eine sehr kurze Anwendungszeit hatte, ist jedes gezeigte Objekt ein Einzelstück mit hohem Seltenheitswert.

Friedrich Hundt eröffnete 1841 als erster Fotograf in Westfalen sein Atelier in Münster, hier ein Selbstbildnis. Das Stadtmuseum präsentiert jetzt Teile seines Nachlasses in neuer Form.
Daguerreotypien benötigen eine schonende Form der Präsentation. Damit ihr Motiv auf der spiegelnden Metalloberfläche zu erkennen ist, können sie nur bei kontrolliertem und stark gedämpftem Raumlicht gezeigt werden. "Erstmals sind damit in Münster Daguerreotypien so präsentiert", sagt Dr. Barbara Rommé, Direktorin des Stadtmuseum Münster.
1841 eröffnete Friedrich Hundt (1808–1887) als erster Fotograf in Westfalen und als einer der ersten im damaligen Deutschen Reich sein Atelier in Münster. Im Stadtmuseum sind sechs Porträt-Daguerreotypien zu sehen.











