26. Oktober 2023 / Politik

Friedensgipfel ernüchtert und lässt trotzdem hoffen

„Westphalian Peace Summit“ mit internationalen Expertinnen und Experten im Theater

Debatte

Foto (Stadt Münster / Reiners): Beim "Westphalian Peace Summit” im Großen Haus des Theaters Münster debattierten (v.l.) Elmar Theveßen (ZDF-Studio Washington D.C.), Prof. Ummu Salma Bava, Expertin für Europäische Studien an der Jawaharlal Nehru University in Neu-Delhi, Moderator Georg Restle (ARD-Magazin "Monitor”), Friedensnobelpreisträgerin Leymah Gbowee und Friedensforscher Prof. Dan Smith (SIPRI, Stockholm). 


Restlos ausgebucht war das Große Haus im Theater Münster am Dienstagabend, 24. Oktober: Vier internationale Expertinnen und Experten diskutierten mit Moderator Georg Restle (ARD-Magazin "Monitor") beim "Westphalian Peace Summit" über aktuelle Kriege und Wege zum Frieden in der gesamten Welt. Der Friedensgipfel war einer der Höhepunkte des Veranstaltungstages "DAS JUBILÄUM" zum 375. Jahrestag des Westfälischen Friedensschlusses.

Die Debatte fand statt in unfriedlicher Zeit: Kriege gibt es derzeit in 56 Staaten weltweit. Prof. Dan Smith, Direktor des Friedensforschungsinstitutes SIPRI in Stockholm, brachte weitere Ernüchterung in die Diskussion: Seit 2010 gibt es weltweit deutlich mehr bewaffnete Konflikte, deutlich mehr Ausgaben für Waffen und Rüstung, deutlich mehr Kriegstote. "Die Motivation, meine Arbeit für den Frieden dennoch weiterzuführen, sind die Menschen, denen ich begegne - sei es im Jemen, in Liberia, in Syrien”, so der Friedensforscher.

Leyhma Gbowee, die 2011 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, gibt Hoffnung. Sie mobilisierte in ihrem Heimatland Liberia viele Tausend Frauen. Gemeinsam protestierten sie 2002 und 2003 während des gewaltsamen Bürgerkrieges für den Frieden - gewaltfrei, unbewaffnet und mit Erfolg. "Die Grundsätze unserer Friedensbewegung kann man überall auf der Welt kopieren”, so die Friedensaktivistin. Im Ringen um den Frieden gebe es keinen Unterschied zwischen dem Globalen Norden und Süden - die Menschenrechte seien universal.

Meistgelesene Artikel

Münster wird zum Herzstück der europäischen Batterieproduktion
Wirtschaft & Finanzen

Mehr als 140 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler treiben in der „FFB PreFab“ bereits die industrienahe Fertigung von Batteriezellen voran.

weiterlesen...
Wasser knapp: Münchner dürfen nicht mehr Rasen sprengen
Aus aller Welt

Ein trockenes Frühjahr und heiße Sommerwochen: Die Wasserversorgung in München kommt an ihre Grenzen. Wie die Stadt gegensteuert, und was das für Verbraucher bedeutet.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdbeben in Kolumbien: Zahl der Toten auf 265 gestiegen
Aus aller Welt

Es war das schwerste Beben in Kolumbien seit Jahrzehnten. Rettungskräfte suchen unter den Trümmern weiter nach möglichen Überlebenden.

weiterlesen...
Nach der Sonnenfinsternis folgte ein Sternschnuppen-Strom
Aus aller Welt

Wer wollte, konnte alle seine Wünsche loswerden. Denn nach der Sonnenfinsternis gab es in der Nacht auch noch besonders viele Sternschnuppen. Ein Komet sorgt für den kosmischen Schauer.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Christina Schulze Föcking zu Besuch in der Destillerie Dwersteg
Politik

Landtagsabgeordnete informiert sich über die bevorstehende Alkoholsteuererhöhung, Tradition und Unternehmensnachfolge

weiterlesen...
Münsterländer Kornbrennereien werben für Kurskorrektur bei der Alkoholsteuer
Politik

Erste Gespräche mit Politik lassen Verständnis erkennen.

weiterlesen...