27. Dezember 2022 / Allgemein

Freiwillig und sozial! 25 Jahre Freiwilligendienste beim DRK Münster

Wichtiger gesellschaftlicher Beitrag für ein soziales Miteinander

DRK

Foto (A.Völker/DRK): Das Team der Freiwilligendienste im DRK Münster zusammen mit Martin Albracht (hinten rechts), dem neuen Fachbereichsleiter "Soziale Dienste" 


Seit 1997 engagieren sich junge Menschen in Einsatzstellen in ganz Westfalen-Lippe während ihres Freiwilligendienstes in Trägerschaft des DRK Münster für andere Menschen. Dafür erhalten sie im Gegenzug reichlich praktische Erfahrung in einem sozialen Berufsfeld. Das hilft ihnen, sich in dem für sie ganz neuen Jobumfeld zu orientieren, die eigenen Möglichkeiten einfach mal auszuprobieren sowie ganz neue Fähigkeiten und Stärken an sich zu entdecken.

Das DRK Münster gehörte zu den ersten Trägern, die jungen Menschen ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) anboten: Am 1. September 1997 ging der erste Jahrgang an den Start. Von Anfang an dabei ist Frauke Sabat, die in diesem Jahr ebenfalls ihr 25. Dienstjubiläum feierte. Inzwischen arbeitet sie in einem Team von über 20 Kolleg*innen, das von zahlreichen Honorarkräften bei der Durchführung der begleitenden Bildungsseminare unterstützt wird. Frauke Sabat erlebt seit 1997 eine deutliche Veränderung bei den jungen Menschen und empfindet diese als sehr positiv: "Die Freiwilligen sind heute viel selbstbewusster. Ihnen ist eine demokratische Beteiligung auch im Freiwilligendienst wichtig. Sie wollen in den Einsatzstellen gut eingebunden und ernst genommen werden!" 

Anfangs waren 13 Freiwillige dabei, heute sind es mehrere Hundert pro Jahr! Um mit diesem Wachstum mitzuhalten, zog das Team der Freiwilligendienste im Dezember 2009 in die heutigen Räumlichkeiten am Berliner Platz. Zunächst wurde nur das Freiwillige Soziale Jahr angeboten, im Juli 2011 kam dann auch der Bundesfreiwilligendienst (BFD) dazu. „Was viele nicht wissen: Auch Menschen, die schon über 26 Jahre alt sind, können bis ins hohe Alter beim DRK Münster den ‚BFD 27plus‘ machen“, hebt Bildungsreferentin Rebecca Ebel hervor. „Nach dem eigentlichen Berufsleben im Rahmen eines engagierten Ruhestandes nochmal etwas Neues ausprobieren, sich sinnvoll engagieren und über sich hinauswachsen - der ‚BFD 27plus‘ bietet einen passenden Rahmen dafür!“

Während ihres FSJ und BFD nehmen die Freiwilligen an Bildungsseminaren teil. In diesen beschäftigen sie sich mit Fragen zur eigenen Zukunft und mit den Herausforderungen, die ihnen bei ihren Aufgaben in den Einsatzstellen begegnen. Oft bieten die Seminare aber auch Raum, mehr über sich selbst und über andere Freiwillige zu erfahren. Das Team der Freiwilligendienste steht den jungen Menschen von Anfang an zur Seite, hilft ihnen, eine passende Stelle zu finden, bereitet sie auf den Einsatz vor und ist während der gesamten Dienstzeit ansprechbar. Zielgruppenspezifische Projekte, wie z.B. ‚Incoming‘ für Freiwillige aus dem Ausland und ‚FSJ-go!‘ für Freiwillige mit besonderem Unterstützungsbedarf, sind über die Jahre hinzugekommen und stellen eine große Bereicherung für die Teilnehmenden dar. "Wir begegnen auch zunehmend jungen Menschen mit Behinderungen, die einen höheren Unterstützungs- und Betreuungsbedarf haben", erläutert Bildungsreferentin Laura van Vliet. "Um den Freiwilligendienst für sie weiter zu öffnen, arbeiten wir derzeit an einem Konzept, um Menschen mit Behinderungen als Zielgruppe für Einsatzstellen sichtbar und Inklusion erlebbar zu machen."

DRK-Vorständin Dr. Kerstin Adolf-Wright freut sich über das Jubiläum: "Ich gratuliere dem Team der Freiwilligendienste zu 25 Jahren sehr guter Arbeit! FSJ und BFD geben jungen Menschen Orientierung und unterstützen sie dabei, ihre Stärken zu entdecken und sich für andere Menschen einzusetzen. Das ist ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag für ein soziales Miteinander. Wir müssen uns aber - wie alle anderen Träger von Freiwilligendiensten - mit bundesweit sinkenden Teilnahmezahlen auseinandersetzen. Der demografische Wandel ist auch für uns deutlich spürbar. Ich bin mir aber sicher, dass wir mit individueller Begleitung, unseren qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten und der Vielfalt an Einsatzstellen weiterhin auf einem guten Weg sind, diesem Trend erfolgreich zu begegnen."

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