Foto (LWL/Civis): Die Ausstellung "Dimensionen eines Verbrechens" ist noch bis 8. August im Foyer des LWL-Landeshauses in Münster zu sehen.
Am Dienstag (8.8.) ist die letzte Möglichkeit für einen Besuch der Ausstellung "Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg" im Landeshaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Münster. Zum Abschluss liest Celina Keute dort ab 18 Uhr aus den Erinnerungen ihres Urgroßvaters Hermann Kronemeyer "Schüsse in der Stille".
Einen Monat lang gab die Wanderausstellung in Münster einen persönlichen Einblick in die Situation der sowjetischen Kriegsgefangenen. Die Schau erzählt exemplarisch Biografien von zehn Männern und zwei Frauen, die als Angehörige der Roten Armee in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten. Sie stehen für 5,7 Millionen Menschen aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, aus Russland, der Ukraine oder Kasachstan, die von der Wehrmacht gefangen genommen wurden. Die Lesung rundet das Begleitprogramm der Ausstellung ab: Hermann Kronemeyer wurde als 17-Jähriger zur Wehrmacht eingezogen und kämpfte an der Westfront gegen kanadische Soldaten. Seit vielen Jahren schildert er seine Erinnerungen als Zeitzeuge vor Schulklassen, in Gedenkstätten und für das Fernsehen.
Eine Gesprächsrunde zwischen der Autorin Celina Keute und den Historikern Jens Hecker und Christoph Herkströter (LWL-Institut für Westfälische Regionalgeschichte) ergänzt die Lesung. Zudem gibt es die Möglichkeit, das Buch vor Ort zu erwerben und persönlich signieren zu lassen. Zur Teilnahme an der Lesung ist eine Anmeldung per Mail erforderlich unter: STALAG326@lwl.org











