16. September 2025 / Einkaufen in Münster

Einzelhandel in Münster: Stadt stellt aktualisiertes Konzept vor

Zentrale Versorgungsbereiche in neuen Stadtquartieren vorgesehen / Entwurf bis zum 31. Oktober online einsehbar / Info-Abend am 1. Oktober

Veröffentlicht am 16. September 2025 um 16:43 Uhr

Foto (Stadt Münster): Blick in die Ludgeristraße: Die Stadtverwaltung hat einen Entwurf zur Fortschreibung des bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für Münster erarbeitet.


Das Stadtplanungsamt hat einen Entwurf zur Aktualisierung und Fortschreibung des bestehenden Einzelhandels- und Zentrenkonzepts für Münster erarbeitet. Das Konzept, das die Stadt gemeinsam mit dem Gutachterbüro Stadt und Handel aus Dortmund erstellt hat, sieht unter anderem zwei neue zentrale Versorgungsbereiche innerhalb der geplanten Stadtquartiere in Hiltrup-Ost und im Bereich Steinfurter Straße/Austermannstraße vor. Es bildet die Grundlage für die künftige räumliche Steuerung und Entwicklung des Einzelhandels in Münster. 

Die im Zuge der Fortschreibung erhobenen Daten zeigen, dass die Anzahl der Einzelhandelsbetriebe in Münster zwischen 2015 und 2024 von 1.955 auf 1.613 gesunken ist. Das entspricht einem Rückgang von 17,5 Prozent. Die Gesamtverkaufsfläche ist im selben Zeitraum um 8,3 Prozent zurückgegangen – von 644.500 Quadratmetern auf 590.700. Beides ist insbesondere Folge des zunehmenden Online-Handels.

Trotz des Rückgangs schneidet Münster im bundesweiten Vergleich gut ab: In der Domstadt gibt es pro Einwohnerin oder Einwohner 1,84 Quadratmeter Verkaufsfläche – im deutschlandweiten Durchschnitt sind es lediglich 1,51 Quadratmeter.

Die erhobenen Daten zeigen auch, dass 67 Prozent der Einzelhandelsbetriebe (Stand 2024) innerhalb sogenannter zentraler Versorgungsbereiche liegen, die gut geeignet für eine Bündelung von zentren- und nahversorgungsrelevanten Einzelhandelsangeboten sowie leicht erreichbar sind. Im Vergleich zu 2015 (65 Prozent) ist der Wert leicht angestiegen. Eine ähnliche Entwicklung gab es bei der Verkaufsfläche: 2024 lagen hier 54 Prozent innerhalb zentraler Versorgungsbereiche – 2015 waren es 52 Prozent.

Die Daten belegen eine hohe und im Vergleich zu 2015 noch leicht gestiegene Bedeutung der bestehenden Zentren. Im Sinne dieser Entwicklung sieht das Konzept unter anderem vor, dass innerhalb der geplanten neuen Stadtquartiere in Hiltrup-Ost und im Bereich Steinfurter Straße/Austermannstraße zwei neue zentrale Versorgungsbereiche entstehen sollen, die eine wohnortnahe Einzelhandelsversorgung der zukünftigen Bevölkerung ermöglichen.

Informationsveranstaltung am 1. Oktober
Den Entwurf für das aktualisierte Konzept bringt die Stadtverwaltung jetzt in die öffentliche Diskussion ein. Ab sofort und bis zum 31. Oktober ist er online auf der Website des Stadtplanungsamtes unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung einsehbar. Anregungen und Hinweise nimmt die Stadt per E-Mail (schwegmannj@stadt-muenster.de) oder postalisch (Stadtplanungsamt, Albersloher Weg 33, 48155 Münster) entgegen.

Außerdem stellt die Stadt den Konzeptentwurf bei einem Informationsabend am Mittwoch, 1. Oktober, vor. Beginn ist um 18 Uhr in der Aula des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums (Grüne Gasse 38). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Veranstaltungsort ist barrierefrei. Individuelle Unterstützungsbedarfe nimmt die Stadt vorab telefonisch (02 51/4 92-61 18) oder per E-Mail (schwegmannj@stadt-muenster.de) entgegen.

Dritte Fortschreibung des Konzepts
Der aktuelle Entwurf ist nach 2009 und 2018 die dritte Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts der Stadt Münster. Grund für die Aktualisierung sind unter anderem die Auswirkungen der Corona-Pandemie, die dynamische Entwicklung des Online-Handels, neue gesetzliche Vorgaben und die Anforderungen einer weiter wachsenden Stadt.

Eingeflossen in den Entwurf sind unter anderem die Ergebnisse einer stadtweiten Erhebung der Flächen und Sortimente des Einzelhandels zwischen Juli und Oktober 2024 sowie einer Online-Umfrage zum Einkaufsverhalten in Münster im Februar 2025. Nach der Auswertung der Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern plant die Stadt, das Konzept 2026 dem Rat zum Beschluss vorzulegen.

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