Foto (Philip Bestermann): Das „Eintopftheater“ wurde bereits mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis ausgezeichnet.
Das inklusive „Eintopftheater“ präsentiert am Donnerstag, 9. Juli, seine preisgekrönte Produktion „Nie wieder. Vor allem auch nicht mit uns!“ im Kunsthaus Kannen der Alexianer, Alexianerweg 9. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Reservierung der kostenlosen Tickets ist jedoch unter www.eintopftheater.de erforderlich. Das Stück versteht sich als „Sprechchor gegen den Faschismus“ und beschäftigt sich mit einer bedrückenden Frage: Was würde geschehen, wenn rechte politische Kräfte in einigen Jahren die Bundesregierung anführen würden? Im Mittelpunkt stehen dabei die Perspektiven psychisch erkrankter Menschen. Das Ensemble fragt, ob deren Leben erneut als „wertlos“ betrachtet werden könnte und zieht dabei Parallelen zur nationalsozialistischen Verfolgung und Ermordung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Behinderungen.
13 Darstellerinnen und Darsteller formieren sich auf der Bühne zu einem Chor und verleihen ihren Ängsten, Hoffnungen und Gedanken eine gemeinsame Stimme. Dabei begegnen sie historischen und fiktiven Figuren wie Adolf Hitler und der Clemensschwester Laudeberta sowie Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld, von denen sie sich im Ernstfall Schutz und Solidarität erhoffen. Die Inszenierung wurde mit dem Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) ausgezeichnet. Der Preis würdigt Projekte, die sich in besonderer Weise für die Entstigmatisierung und gesellschaftliche Teilhabe psychisch erkrankter Menschen einsetzen.
Das Eintopftheater Münster wurde 2017 in Kooperation mit der LWL-Klinik Münster gegründet. In dem inklusiven Theaterprojekt entwickeln Menschen mit und ohne psychische Beeinträchtigung gemeinsam eigene Stücke, die gesellschaftliche und politische Themen aufgreifen.












