19. Juli 2023 / Natur & Umwelt

Earth Overshoot Day

Aktionsnachmittag im LWL-Museum für Naturkunde

LWL

Foto (LWL/Steinweg): Zu einem Aktionsnachmittag zum Erdüberlastungstag lädt das LWL-Museum für Naturkunde ein.

Am Sonntag (23.7.) findet von 14 bis 17.30 Uhr im LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ein Aktionsnachmittag zum Earth Overshood Day statt. Der Erdüberlastungstag, der sogenannte Earth Overshoot Day, bezeichnet den Tag, an dem die Menschen bereits alle Ressourcen verbraucht haben, die die Erde in einem Jahr bereitstellen kann. Das heißt, dass ab diesem Tag mehr CO2 produziert wird, als auf natürliche Weise wieder abgebaut werden können.

Der Erdüberlastungstag fällt in diesem Jahr auf den 2. August. Zur Vorbereitung auf den Tag und um zu vermitteln, was das für die Menschen bedeutet oder wie er möglichst nach hinten verschoben werden kann, bietet das LWL-Museum den Aktionsnachmittag an. Interessierte können sich über CO2-Bilanzen und nachhaltige Innovationen an zahlreichen Aktionstischen informieren. Zudem gibt es halbstündige Führungen durch die Sonderausstellung "Das Klima", die den Klimawandel früher und heute erklärt, das Klimasystem der Erde erläutert und die klimatische Vergangenheit Westfalens sowie des gesamten Planeten verdeutlicht.


Foto (LWL/Fialla): An zahlreichen Aktionstischen gibt es Mitmachaktionen rund um das Thema "Klima" zu erkunden.

An den Aktionstischen können die Besucher:innen forschen und basteln. Mit Hilfe eines CO2-Rechners können Interessierte beispielsweise den eigenen CO2-Verbrauch herauszufinden. Die Auswirkungen unterschiedlicher Verhaltensweisem, die den persönlichen CO2-Verbrauch ausmachen, werden anschließend durch Bausteine veranschaulicht. Wie verändert sich der Verbrauch, wenn die Wohnung im Winter um zwei Grad weniger geheizt oder der Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurückgelegt wird?

Wenn es draußen friert, beeinflussen die Bau-Materialien der Häuser, ob und wie schnell die Kälte ins Innere vordringt. Ist die Isolierung schlecht, wird meist die Heizung höher gedreht und mehr Energie verbraucht. In einem Experiment können die Museumsgäste mit Baumaterialien, Kälteplatte und Wärmekamera erforschen, wie klimaschonendes Bauen funktioniert.


Foto (LWL/Steinweg): Provokante Sprüche wie dieser sollen die Museumsgäste beim Aktionsnachmittag zum Nachdenken und aktiv werden anregen.

Die Klimakrise kann vielfältige Gefühle wie Angst, Wut oder Scham auslösen. Zu diesen sogenannten "Klima-Emotionen" informieren und beraten die "Psychologists for future". Im bilateralen Gespräch können Interessierte sich über den aktuellen Forschungsstand der Psychologie zum Thema informieren und ihre eigene Gefühlslage besprechen.

In der Innovationsgalerie sind positive Beispiele aus Münster und aller Welt zu sehen, wie der negativen Einfluss der Menschheit auf die Umwelt verringert werden kann. Sie dienen der Inspiration und zeigen, welche Schritte im Kampf gegen den Klimawandel möglich sind.

Die eigene "Stadt der Zukunft", mit nachhaltigen Ideen und Wunschvorstellungen für eine klimaschonende Stadtgestaltung, wird von den Museumsgästen mithilfe einer großen Skizze der Stadt Münster auf Papier gebracht. Begrünte Parkanlagen auf Hochhäusern, nachhaltige Mobilität oder Gemeinschaftsgärten zum Gemüseanbau - dem Einfallsreichtum sind keine Grenzen gesetzt.

Artenschutz und Klimaschutz hängen eng zusammen. Der Klimawandel trägt zum Artensterben bei, was wiederum großen Einfluss auf unser Ökosystem hat. Am Beispiel des Schmetterlings wird dieser Zusammenhang anschaulich erklärt. Wer möchte, kann sein Wissen über heimische Schmetterlingsarten erweitern und einen eigenen Papier-Schmetterling zum Mitnehmen gestalten.

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