8. Juli 2025 / Kunst & Kultur

Die Nacht der toten Dichter

Literatur-Picknick am LWL-Museum für Naturkunde

Grafik (Nufer): Zu einem besonderen Abend mit Literatur, Performance, Natur und Open-Air lädt das LWL-Museum für Naturkunde bei der Nacht der toten Dichter" ein.


Wenn sich an den Samstagen (12.7. und 19.7.) jeweils um 20 Uhr der Himmel über Westfalen öffnet und Dichter und Dichterinnen aus dem Jenseits zurückkehren - dann ist es Zeit für ein besonderes Erlebnis im Museumsgarten des LWL-Museums für Naturkunde in Münster: Die "Nacht der toten Dichter" lädt zu einem Sommerabend mit Dichtung, Musik und einer Prise Jenseitsmagie ein. 

Fast schon vergessene westfälische Schriftsteller:innen erhalten an diesem Abend eine zweite Chance: Für genau zwei Stunden dürfen sie dem Jenseits entsteigen und an ihre alten Wirkungsstätten zurückkehren - geschickt von den Göttern, die dem Flehen der Dichter und Dichterinnen endlich nachgegeben haben. Und so kehren Annette von Droste-Hülshoff, Hermann Landois, Christian Dietrich Grabbe und Peter Hille zurück auf die Erde - bei Live-Musik mit Cello und Gitarre. Picknick erlaubt: Das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bittet darum, Decken und Snacks mitzubringen, da es sich um ein Picknick handelt.


Foto (Grabbe/Nufer): Das Archivfoto zeigt Schauspieler Markus von Hagen bei einem Auftritt als Dichter am Eisenmann Brunnen.

Bei Anbruch der Dämmerung erscheinen Gestalten aus einer anderen Zeit: Die Dichterinnen und Dichter wandeln durch die Reihen der Picknickgesellschaft, setzen sich zu den Menschen und rezitieren ihre Werke. Monologe und Gedichte vermischen sich mit dem Klang von Cello und Gitarre, gespielt von Yoon Han und Michael Kolberg. 

Ein besonderer Gast reist aus der Zukunft an: Ein Replikant aus dem Jahr 2035 taucht unerwartet auf und wirft mit seinen Berichten über das gesellschaftliche Leben der kommenden Jahrzehnte neue Fragen auf. Verwirrend und faszinierend zugleich will er die Vergangenheit mit der Zukunft ins Gespräch bringen. Die Vorstellung endet so, wie sie begann: Mit dem Einbruch der Dunkelheit verschwinden die Dichter und Dichterinnen - begleitet vom Replikanten, der sich seinem Schicksal nur zögerlich fügt - zurück in die jenseitigen Gefilde. 

Künstlerisches Ensemble
Die literarischen Rollen werden verkörpert von Regine Andratschke, Markus von Hagen, Eckhard Ischebeck, Stefan Naszay und Tilman Rademacher. Außerdem tritt Ex-Zoodirektor Jörg Adler in Erscheinung. Für musikalische Akzente sorgen Yoon Han am Cello und Michael Kolberg an Gitarre und Soundeffekten. Die Idee, Umsetzung und Gestaltung stammen von Thomas Nufer.

Eintritt: 15 Euro (12 Euro ermäßigt)
Tickets: http://www.tickets.lwl.org

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