21. Januar 2024 / Allgemein

„Die hohe Kunst des Älterwerdens“ und ein weiser Delphin

Prof. Lioba Werth präsentiert in ihrer erfolgreichen Vortragsreihe Umweltschützer und Schauspieler Hannes Jaenicke Sa, 27.01., 19.30h im Mövenpick

Hannes Jaenicke

Foto:  Hannes Jaenicke: „Lioba Werths Arbeit zum Thema Einsamkeit im Alter finde ich besonders wertvoll, denn ich vermute, dass mehr Menschen betroffen sind, als bislang bekannt. Professor Werth betreibt hier wichtige Aufklärungsarbeit und bietet ein Forum für einen ehrlichen Gedankenaustausch. Auch ist das Thema Einsamkeit immer noch ein Stigma, dabei müsste das nicht sein. Ältere, erfahrene Menschen sind von unschätzbarem Wert, gerade im wirtschaftlichen und sozialen Bereich. Als Kind war meine Oma für mich unverzichtbar. Der Mehrwert, den das Zusammensein der Generationen mit sich bringt, ist enorm und zwar für Alt und Jung. Wir müssen wieder lernen, die alte Weisheit in unsere moderne Welt zu integrieren und aufeinander zuzugehen.“

Hannes Jaenicke hat spannende Geschichten im Gepäck: Er berichtet nicht nur über sein eigenes Geheimnis für erfolgreiches Älterwerden, sondern auch über eine Arbeit, die ihm besonders am Herzen liegt und ihn jung hält: Seine non profit Stiftung „Pelorus Jack“ dient dem Umweltschutz am Land, zu Wasser und in der Luft.  Benannt ist die Stiftung nach Pelorus Jack, einem schlauen, dem Menschen zugewandten Delphin, der vor über hundert Jahren freiwillig Schiffe durch einen gefährlichen Seeweg navigierte. Ein Tier, welches den Menschen freiwillig half, ohne das es dazu abgerichtet oder gezwungen wurde und vielen Seemännern somit das Leben rettete. 

„Diese Geschichte hat mich nie losgelassen.“ so Jaenicke. „Dass ein wildes Tier dem Menschen in so einer Art die Hand - oder besser gesagt - die Flosse reicht, ist außergewöhnlich und beweist die Klugheit und Gutmütigkeit dieser Tiere. Pelorus Jack war eine Botschaft der Natur an uns.“ 

Die Pelorus Jack Foundation versteht sich als ‚Umbrella-Organisation’ für Einzelkämpfer und kleine, unbekannte Aktivisten-Gruppen. Jaenickes Gedanke: Nach rund 40 Jahren Umweltaktivismus und 20 Jahren Doku-Filmerei hat er die Erfahrung gemacht, dass je kleiner und lokaler die NGO, die Organisation, der Verein, desto wirkungsvoller, effektiver und erfolgreicher das jeweilige Projekt. 

Aber diese kleinen Einzelkämpfer sind oft weitestgehend unbekannt und fast immer chronisch unterfinanziert. Die großen Organisationen wie WWF und Greenpeace unterstützen diese kleinen Gruppen seltsamerweise so gut wie nie. Die Pelorus Jack Foundation unterstützt die Davids dieser Welt und finanziert ihnen sozusagen ihre Steinschleuder. Die Arbeit mit dieser Stiftung ist für Jaenicke so vielseitig und anspruchsvoll, „da hat man zum Älterwerden keine Zeit.“ 

Einen kurzen Einblick in ihre Arbeit an Meeresschildkröten gibt Dr. Christine Figgener, eine Biologin aus Costa Rica, die das von der Stiftung unterstützte Projekt „Pretoma“ leitet. 

Wie schafft es Hannes Jaenicke trotz seiner fast 64 Jahre das vollgepackte Leben eines Zwanzigjährigen zu führen? Was ist das Geheimnis seiner Vitalität? Und was ist die Bedeutung sogenannter Lebensaufgaben?


Professorin Lioba Werth führt durch einen Abend voller Entdeckungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse. Aber vor allem stellt sie Münster Hannes Jaenicke vor. Den Menschen Hannes Jaenicke. So wie er wirklich ist, fernab vom heimischen Bildschirm.


Daten:

  • Samstag, 27. Januar 2024, 19.30h
  • Anmeldung nicht erforderlich
  • Eintritt frei, Spenden für die Reihe bzw. die Stiftung von Jaenicke erbeten
  • Tischreservierungen sind im Restaurant vorab möglich
  • Getränke und Snacks werden im Foyer vor und nach der Veranstaltung angeboten

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