15. Mai 2026 / Kunst & Kultur

Dichtfest für die Droste Residenz

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Foto (Melisa Balderi): Freuen sich über die Wiedereröffnung des Gästehauses Droste Residenz, v. li. Dr. Katrin Röggla, Dr. Jörg Albrecht, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger und Dr. Georg Lunemann.


Am Mittwoch, 13. Mai 2026, hat die Annette von Droste zu Hülshoff Stiftung das Dichtfest für ihr Gästehaus Droste Residenz gefeiert. Das bedeutet: Dieses Gebäude wurde nun abgedichtet, im bautechnischen Sinne – es ist nun wetterfest. Die Droste Residenz steht auf dem weiteren Gelände der Burg Hülshoff in Havixbeck (Kreis Coesfeld, NRW).

Unweit der Burg entsteht das Gästehaus für Menschen aus Kunst und Forschung. Der Entwurf stammt vom Büro Staab Architekten, die Umsetzung vor Ort begleitet das mit Denkmälern der Region höchst erfahrene Büro Mensen + Zora.

Finanziert wird der Bau der Droste Residenz aus dem Programm »Investitionen in nationale Kultureinrichtungen in Deutschland« des Bundeskulturministeriums (BKM). Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen geben in diesem Rahmen jeweils 1,5 Mio. €.

Für das Dichtfest haben ehemalige Teilnehmende der Residenzprogramme der Kunsthochschule für Medien Köln das neue Gebäude mit Dichtung gefüllt. Die künstlerischen Beiträge des Tages gestalteten der Musiker Johannes Hoffmann, der Lyriker Uwe Huth, die Autorin und Medienkünstlerin Lisa James, die Autorin Julienne De Muirier und die Medienkünstlerin Chaya Shen.

Die Droste Residenz wird Unterkunft für das Residenzprogramm der Stiftung bieten, das ebenfalls durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert wird. Der Gästehaus-Neubau wird den Austausch von Menschen aus Kunst und Wissenschaft mit Akteuren aus dem Münsterland ermöglichen.

Nach Beendigung des Innenausbaus und der anschließenden Einweihung wird die Droste Residenz in Zukunft an 365 Tagen im Jahr in acht Zimmern Unterkunft bieten. Die Residenzgäste werden begleitet vom Team des Programmbetriebs der Stiftung, Burg Hülshoff - Center for Literature.

Dr. Georg Lunemann, der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung: »Die Förderung der Droste Residenz durch Bund und Land zeigt die Bedeutung der Stiftungsarbeit für die Literaturlandschaft. Der LWL unterstützt die Stiftung maßgeblich, und wir sind stolz, dass diese Institution an der historisch bedeutsamen Burg Hülshoff im Münsterland beheimatet ist.»
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Vorstandsvorsitzende der Droste-Stiftung und LWL-Kulturdezernentin, ergänzt: »Die Droste Residenz sehen wir als wichtigen Baustein im Gesamtausbau der Burg und damit auch der Stiftung. Ein weiterer Baustein entsteht auf der Vorburg – ein Gebäude, das künftig als professioneller Veranstaltungsraum genutzt werden wird sowie eigene Büroräume für die Stiftung bieten wird.»

Prof. Kathrin Röggla (ab 2027 Rektorin der Kunsthochschule für Medien Köln) freut sich überschwänglich, demnächst viele Studierenden die Möglichkeit des kreativen Rückzugs auf der Burg bieten zu können: »Denn die Fertigstellung dieses Atelierhauses bedeutet für uns konkret: Hier kann man wohnen, hier kann man arbeiten, hier kommt das zum Tragen, was gerade eben mit Gastfreundschaft gefasst wurde. Das sind für uns Worte der Verheißung, das ist die Aussicht auf weitere Möglichkeiten von Gastfreundschaft und ästhetischer Gabe.»

»Ich freue mich, dass sich unser Residenzprogramm nun voll entfalten kann. Mit der Droste Residenzen werden wir Menschen aus Kunst und Forschung einen geschützten Raum bieten, und sie werden mit ihrer Präsenz die Burg bereichern und verändern.« fügt der künstlerische Leiter und Geschäftsführer der Stiftung, Dr. Jörg Albrecht hinzu.

Das Residenzprogramm ist eine Kooperation von Burg Hülshoff – Center for Literature (CfL) mit der Kunsthochschule für Medien (KHM) Köln und wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Der Bau der Droste Residenz wird gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms »Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland« (INK).

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