10. September 2025 / Kunst & Kultur

Der "West-Östliche Diwan" ist zurück auf dem Domplatz

Am 13.09. von 20 bis 24 Uhr und am 14.09. von 16 bis 20 Uhr begegnen sich die Kulturen zum 5. Mal

Foto (Kirsten Krumeich): v.li. Thomas Nufer (Initiator und Macher des Diwan), Georg Schaaf (Vertreter des Projektträgers Eine-Welt-Forums Münster e.V.), Bernd Rosenau (Bürgermeister Münster) und Mechtild Pieper (Vorstandsvertreterin der Sparkasse Münsterland Ost) freuen sich auf die fünfte Auflage des West-Östlichen Diwans.


Unzählige Teppiche schufen bereits 2018-2021 einen ungewöhnlichen Begegnungsraum unterschiedlicher Kulturen vor dem Paulusdom. Und auch in diesem verwirrenden Jahr 2025 zelebrieren arabische, iranische und westfälische Künstler, Musiker, Schauspieler, Erzähler, Tänzer zum fünften Mal ihre Kunst unter den Großskulpturen des größten deutschen Dichters Goethe und Hafis, des größten persischen Dichters.

Der Titel „West-Östlicher Diwan” entspringt Goethes berühmter Gedichtesammlung, die maßgeblich von Hafis Werken inspiriert worden ist. Und genau deshalb sitzen sich die beiden auch auf dem Domplatz gegenüber und schaffen den optischen Mittelpunkt des Geschehens. Durchs gemeinsame Eintauchen des jeweils anderen Kulturkreises entsteht ein Gefühl der Gleichrangigkeit, und dies ist eine wesentliche Grundlage für das friedliche Zusammenleben. Statt kulturelle Vorbehalte zu problematisieren, werden sie hier gefeiert. Denn wer zusammen glückliche Stunden erlebt und sich dabei näher kommt, urteilt anders.

Solch eine multikulturelle Gesellschaft ist zwingend für den Zusammenhalt für eine Stadt wie Münster. Wir brauchen uns gegenseitig - wirtschaftlich, sozial und kulturell. Mit der Neuauflage des Diwans Ende August tritt die Friedensstadt Münster wieder einmal vielen Vorurteilen entgegen - und das zeitgleich zu den Feiern zu „1250 Jahre Westfalen”, weil ja gerade in Westfalen Einwanderung schon immer eine wesentliche Rolle gespielt hat.

Zu erleben auf dem fünften West-Östlichen Diwan sind daher Akteure aus west-östlichen Hemisphären: aus Deutschland, dem Iran und Irak, dem Münsterland, Syrien, Kattenvenne, Afghanistan, den Baumbergen, Nordwalde, Ochtrup, dem Libanon und der Türkei. Die Idee zum West-Östlichen Diwan hatte Thomas Nufer, der auch die gesamte Durchführung der Veranstaltung verantwortet.

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