Foto (LWL/Steinweg): Der Riesenammonit Parapuzosia seppenradensis hat nun seinen Spitznamen "Seppi" erhalten.
Der weltweit größte Ammonit und Wahrzeichen des LWL-Museums für Naturkunde in Münster trägt ab sofort den Spitznamen "Seppi". Das hat eine öffentliche Namensabstimmung ergeben, die das Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) organisiert hatte. Das Votum war eindeutig: 276 von 454 Menschen (61 Prozent) stimmten online, per E-Mail oder direkt vor Ort im Museum für den neuen Namen. Der versteinerte ehemalige Meeresbewohner wiegt rund 3,5 Tonnen und ist 1,75 Meter groß.
Der Name "Seppi" erinnert an den Fundort Seppenrade in Lüdinghausen (Kreis Coesfeld), an dem der berühmte Riesenammonit entdeckt wurde. "Zugleich verleiht der Name dem etwa 80 Millionen Jahre alten Fossil eine persönliche und nahbare Note", meint Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Ole Kriegs. "Wir bedanken uns bei allen, die sich an der Namenssuche beteiligt und die Wahl mit großem Interesse begleitet haben."
Der Ammonit gehört zur Art "Parapuzosia seppenradensis" und lebte in den Meeren der Späten Kreide, die weite Teile des heutigen Westfalens bedeckten. Sein spiralförmiges Gehäuse war in Kammern unterteilt, die unter anderem mit Gas gefüllt waren und dem Tier Auftrieb im Wasser ermöglichten. Fortbewegt hat sich der Ammonit nach dem Rückstoßprinzip.
Ab dem 10. Juli ist "Seppi" in der neuen Sonderausstellung "Überleben zwischen Dinos und Schuppenbäumen" im LWL-Museum für Naturkunde zu sehen. Dort wird der Riesenammonit in einer lebensechten Rekonstruktion auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse präsentiert. Zusätzlich wird er auch im "digitalen Aquarium" des Museums durch die Kreidezeit-Meere schwimmen.












