Foto (WWU - Sophie Pieper): Prof. Dr. Holger Strutwolf im WWU-Cast.
Etwa 5.700 Handschriften sind es, die im Institut für neutestamentliche Textforschung der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ausgewertet werden – mit dem Ziel, das ursprüngliche Neue Testament in griechischer Sprache zu rekonstruieren. „Das ist eine Aufgabe für mehrere Generationen“, erklärt der Leiter des Instituts, Prof. Dr. Holger Strutwolf, im neuen WWU-Podcast. Vom „Urtext“ gebe es nur Abschriften, und mit jeder neuen Abschrift habe sich der Text verändert. „Wir arbeiten wie Detektive, die ein gigantisches Puzzle zusammensetzen“, betont der Theologe.
Im Gespräch berichtet Holger Strutwolf, wie die Arbeitsabläufe innerhalb seines Teams konkret aussehen und welche Bedeutung die Disziplin der Textkritik allgemein hat. „Der Urtext, an dem wir arbeiten, hat eine enorme Breitenwirkung. Alle Übersetzungen der Bibel in verschiedenen Sprachen beruhen letztendlich auf dieser Grundlage. Wenn wir etwas ändern, erscheint diese Änderung irgendwann in allen Übersetzungen“, erklärt der Experte.
Neben der neutestamentlichen Forschung schildert Holger Strutwolf auch die Arbeit im Bibelmuseum der Universität Münster, die Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen wie der Informatik und die Rolle der Digitalisierung in der theologischen Forschung.
Über den WWU-Cast
Im Podcast der WWU kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: go.wwu.de/wwucast











