27. Februar 2026 / Natur & Umwelt

Dem Otter auf der Spur

Mitmach-Challenge für Neugierige

Foto (Jan Ole Kriegs): Fischotter sind als Bewohner unserer Flüsse, Bäche und Seen meist in der Dämmerung oder nachts aktiv. 


Wer dieses Jahr die meisten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten in Deutschland entdeckt, wird sich im Rahmen der bürgerwissenschaftlichen "Arten-Olympiade 2026" zeigen, zu der das LWL-Museum für Naturkunde in Münster zu Jahresanfang aufgerufen hat. Ob Pilz, Pflanze, Tier oder deren Spuren - die Mitmachaktion für Naturinteressierte lädt das ganze Jahr über ein, Naturbeobachtungen auf der Internet-Plattform Observation.org und in der Smartphone-App "ObsIdentify" zu teilen. Die Initiatoren der Arten-Olympiade fordern jetzt zur Spurensuche in der kalten Jahreszeit auf, unter anderem nach Spuren der Fischotter.

Den eher heimlichen Fischotter ("Lutra lutra") bekommt man zwar selten zu Gesicht, aber seine Spuren sind das ganze Jahr über zu finden. Als Bewohner von Flüssen, Bächen und Seen ist er meist in der Dämmerung oder nachts aktiv. Er ist ein hervorragender Schwimmer mit dichtem, wasserabweisendem Fell und Schwimmhäuten an den Füßen und perfekt an das Leben im Wasser angepasst.


Foto (Wildlife Münster): An Gewässern in der Umgebung können Spuren wie Trittsiegel im Schlamm, Rutschspuren am Ufer oder markante Losungen entdeckt werden. Beim Fotografieren ist es ratsam, etwas zum Größenvergleich danebenzulegen.

Fischotter gelten als Indikator-Art: Ihr Vorkommen weist auf saubere Gewässer und einen guten ökologischen Zustand hin. Jetzt sind aufmerksame Naturbeobachtende gefragt: An Gewässern in der Umgebung können Spuren wie Trittsiegel im Schlamm, Rutschspuren am Ufer oder markante Losungen entdeckt werden.

Hintergrund
Mit dieser Challenge werden Naturbegeisterte aufgerufen, die enorme Artenvielfalt in Deutschland zu erfassen. Alle Funddaten stehen anschließend für Forschung und Naturschutz zur Verfügung. Ziel ist es möglichst viele Pflanzen-, Tier- und Pilzarten in der App "ObsIdentify" zu melden. Zur Teilnahme an der Arten-Olympiade muss man der Challenge in der App beitreten und seine fotografischen Beobachtungen hochladen, automatisch bestimmen lassen und speichern. Wer sich gut bei der Tier- und Pflanzenbestimmung auskennt, kann auch die App "Observation" verwenden, um Funde auch ohne Foto zu melden oder direkt die Internetseite Observation.org verwenden. Die gemeldeten Fotos werden im Anschluss durch Fachleute validiert, so dass am Ende ein Datensatz entsteht, der wissenschaftlich ausgewertet werden kann.

Wer gemeinsam auf Spurensuche gehen möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder Exkursionsangebote der Partner annehmen, bei denen man die Natur kennenlernen kann.

Für Interessierte stehen Informationen zu dem Projekt "Arten-Olympiade 2026" auf der Internetseite bereit: https://www.arten-olympiade.lwl.org| https://www.bioblitze.lwl.org

Teilnehmende finden ihre Ergebnisse in der App ObsIdentify und Interessierte finden die Ergebnisse der Aufrufe auf Stadt-Ebene hier: https://observation.org/bioblitz/categories/d-landkreise-und-kreisfreie-stadte-2026/

Fragen an: germany@observation.org

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