12. März 2026 / Rund ums Wohnen

Baustart für Erstaufnahme für Geflüchtete in Gievenbeck

Gebäude bietet Platz für 80 Personen / Fertigstellung für Sommer 2027 geplant

Visualisierung (Stadt Münster): Blick auf die geplante dreistöckige Erstaufnahme-Einrichtung für Geflüchtete, die bis August 2027 an der Straße Bernings Kotten in Gievenbeck entstehen soll.


Aktuell starten die Arbeiten für den Bau der neuen städtischen Erstaufnahme-Einrichtung (EAE) für geflüchtete Menschen in Gievenbeck. Hier können zukünftig bis zu 80 Personen vorübergehend wohnen. Das Amt für Immobilienmanagement realisiert das Projekt gemeinsam mit der Wohn + Stadtbau. Die Fertigstellung ist für Sommer 2027 geplant, die Stadt investiert 8,6 Millionen Euro in das Projekt. 

Der dreistöckige Neubau wird in der Straße Bernings Kotten in der Nähe des Oxford-Quartiers errichtet. Die Wohngruppen verteilen sich über die drei Etagen. Im Erdgeschoss befindet sich außerdem die Verwaltung mit einem eigenen Eingang. Auch Multifunktionsräume für soziale Arbeit und begleitende Angebote wie Sprachkurse und Kinderbetreuung sind vorgesehen.

Recycling-Klinker für mehr Nachhaltigkeit
Der Neubau erhält eine robuste helle Klinkerfassade. "Wir hatten zunächst geplant, die Obergeschosse mit einer Holzfassade auszustatten, sind aber auf recycelten Second-Hand-Klinker umgeschwenkt, da dieser wirtschaftlicher und nachhaltiger ist", erläutert Immobiliendezernent Arno Minas.

Ebenfalls geplant ist ein begrüntes Retentionsdach, das Niederschlagswasser speichert und zeitverzögert abgibt. Platz ist auch für eine Photovoltaikanlage, die Strom für den Eigenbedarf erzeugt. Neben der Einrichtung entsteht außerdem ein kleiner Spielplatz mit Sandflächen und Spielgeräten, der öffentlich zugänglich sein wird. Alle Bereiche des Neubaus sind barrierefrei zu erreichen.

Umzug im August 2027 geplant
Voraussichtlich im August 2027 ersetzt das neue Gebäude die derzeitige Erstaufnahme für Geflüchtete auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne in Gievenbeck. Alle Münster zugewiesenen Geflüchteten werden zunächst in der Erstaufnahme untergebracht, bevor sie nach wenigen Wochen in Unterkünfte in den Stadtteilen umziehen. Am Standort der jetzigen Einrichtung soll langfristig Wohnraum entstehen. Daher ist der nahegelegene Ersatzbau am Bernings Kotten notwendig. 

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